Homosexualität : Französischer Senat stimmt für Homo-Ehe

Nach dem Parlament ist nun auch der französische Senat für die Einführung der Homo-Ehe. Noch muss allerdings ein umfangreicheres Gleichstellungsgesetz verabschiedet werden.
Franzosen demonstrieren für die Einführung der Homo-Ehe © Thomas Samson/AFP/Getty Images

Der Französische Senat hat dem Gesetzentwurf zur Einführung der Homo-Ehe zugestimmt. Nach zehnstündiger Debatte votierten 179 Senatoren für den entsprechenden Artikel, 157 Senatoren dagegen. Das französische Parlament stimmte dem Entwurf bereits Mitte Februar mit deutlicher Mehrheit zu.

Die Einführung der Gleichstellung von homosexuellen mit heterosexuellen Paaren ist eines der wichtigsten Wahlversprechen des Staatschefs François Hollande. Die Umsetzung des Gesetzentwurfs wäre die erste große Reform des sozialistischen Präsidenten. Endgültig beschlossen ist der Artikel zur Homo-Ehe allerdings erst, wenn das gesamte Gleichstellungsgesetz verabschiedet wurde. Dies sieht auch ein Adoptionsrecht für schwule und lesbische Paare vor.

Bereits seit 1999 können homo-, aber auch heterosexuelle Paare in Frankreich eine eingetragene Lebenspartnerschaft (PACS) eingehen – ähnlich der Regelung in Deutschland. Die rechtliche Gleichstellung Homosexueller ist in Frankreich jedoch heftig umstritten. In den vergangenen Wochen und Monaten gingen Hunderttausende Franzosen dagegen auf die Straße.

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Kommentare

59 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Eine interessante philosophische gut formulierte Frage....

... wozu ist eine Ehe gut?? Wozu brauchen wir die Ehe?? Wozu brauchen wir Alimente/ Unterhaltszahlungen. ..Warum sind die Familiengerichte extrem überlastet?? Warum geht es in erster Linie wenn Paare sich Scheiden lassen um finanzielle Compensation. Warum werden die Interessen der Kinder seltenst berücksichtigt. Warum schließen so wenig Paare einen Ehevertrag ab? Warum sind die Rechten und Pflichten in einer Trennungphase seltenst ausgewogen. Fragen in überfülle......