Entzauberte HeldenDer Hoeneß in uns

In den Hohn über entzauberte Stars mischt sich maßlose Enttäuschung: Selbst vermeintliche Idole wie der FC Bayern-Chef sind nicht besser als wir. von 

Uli Hoeneß

Uli Hoeneß  |  © Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Er also auch. Uli Hoeneß – Schöpfer des Dauer-Fußballmeisters Bayern München, einst Stürmergott, Welt- und Europameister, dann überaus erfolgreicher Sportmanager und nebenbei ebenfalls erfolgreicher Wurstfabrikant, ein gefragter Interview-Partner und Talkshow-Gast, eine Autorität auf vielen Gebieten – hat schnöde Gesetze gebrochen. Er hat wie andere Millionen in der Schweiz versteckt und offenbar im großen Stil Steuern hinterzogen. Ein entzauberter, gedemütigter Held.

Das Entsetzen ist nun groß, ebenso wie die Schadenfreude und Häme. Eine Sport-Ikone wird auf Normalmaß zurückgestutzt, die Öffentlichkeit labt sich an seiner Selbstdemontage. Ein Großer wird klein, so klein wie wir. Wieder einmal stürzt ein Ikarus, der der Sonne zu nahe kam, in den Staub. Das freut das gemeine Publikum.

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Und hat es Hoeneß nicht verdient? Hat er nicht immer wieder den Moralapostel und Wohltäter herausgekehrt, stets sauberes, faires Verhalten im Fußball wie in der Gesellschaft eingefordert, auf anderen herumgetrampelt, wenn sie seinen hohen Ansprüchen nicht genügten? Hat er nicht bis zum Abwinken Anstand und Ehrlichkeit propagiert, sich selbst gerne als strahlendes Vorbild hingestellt?

Ein Fall klassischer Doppelmoral

Sicher, Hoeneß ist, wie es aussieht, ein Fall klassischer Doppelmoral. Einer, der die Messlatte hoch hängt und selber darunter hindurch schlüpft. Aber damit ist er wahrlich nicht allein. Ahnen wir nicht, dass viele, die wir nur zu gerne vergöttern, ob im Sport, im Fernsehen, im Show-Business oder in der Politik, in Wahrheit auch nur fehlbare Menschen sind, die dem Bild, das sie nach außen vermitteln, beileibe nicht immer genügen? Und wer hat nicht schon einmal selber gegen eigene moralische Ansprüche verstoßen?

In der Bewunderung für scheinbar erhabene Führungsgestalten offenbart sich ebenso wie im Spott, wenn sie schließlich doch als Blender erscheinen, eine Sehnsucht: Dass es noch Menschen gibt, zu denen man vorbehaltlos aufschauen kann; untadelige Autoritäten, die nicht den Verlockungen der Selbstsucht und des schnellen Profits erliegen. Die anders sind, reiner als wir selbst, den Niederungen des Alltags entrückt. Ehrbare Vorbilder in einer Welt, die immer unübersichtlicher wird und in der es keine allgemeingültigen ethischen Normen mehr zu geben scheint.

Vom Podest gestürzt

Wird aber ein solcher Held bei einem Fehltritt erwischt, egal wie groß oder klein, ist die Abscheu umso größer. Und die Gesellschaft ruft nach Reinigung und Opfer, weil das Objekt der eigenen Projektion nicht genügt, gar nicht genügen kann. Der Kaiser, der jetzt nackt dasteht, muss bestraft werden. Er soll sich, stellvertretend für uns alle, als Sünder bekennen und Buße tun. Er soll Reue zeigen, sich selber zu Boden werfen und zurücktreten. Nur dann, vielleicht, wird ihm vergeben.

Leserkommentare
    • HeidiS
    • 23. April 2013 11:06 Uhr

    Er lebt bestimmt nicht Österreich, weil die Landschaft dort so schön ist ...

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    Ich verwahre mich dagegen vom Autor mit Hoeneß in einen Topf geworfen zu werden. Das kann er gerne auf sich beziehen. Ich habe immer meine Steuern bezahlt, ich habe auch nie behauptet ohne Fehl und Tadel zu sein. Ich habe aber auch nicht nicht auf aggressive Art und Weise andere von meiner moralischen Ausnahmestellung zu überzeugen versucht bzw. andere Verurteilt für ihr Anderssein.
    Ich suche auch nicht nach "Übermenschen", da ich weiß dass es diese nicht gibt und wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen sollten. Ich mache deshalb aber auch nicht Politiker verantwortlich für alles Übel, da ich weiß dass diese auch nur Menschen sind.

    Hoeneß sollte sich was schämen, ihm täte ein bißchen Demut gut. Wir sollten aufhören mit Steinen zu werfen und es versuchen besser zu machen.

    • Chali
    • 23. April 2013 11:13 Uhr

    "Selbst vermeintliche Idole wie der FC Bayern-Chef sind nicht besser als wir."

    Bitte gestatten Sie mir, dass ich mir meine Freunde selbst aussuche. Kumpelhafte Ansprachen schätze ich nicht. So viel Bürgerlichkeit muss sein.

    Dann:
    Statt "vermeintliche" wäre "selbst ernannt"" wohl besser gewesen.
    Da leigt der Hase im Pfeffer.

    "Spätestens seit den Steuerhinterziehungsvorwürfen von diesem Wochenende ist jedoch klar, dass der FC-Bayern-Boss und Wurstoligarch Hoeneß höchstens als Vorbild für konservative Doppelmoral taugt."
    http://www.nachdenkseiten...

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    • hairy
    • 23. April 2013 11:35 Uhr

    und ich frage mich: Wessen Idol war er denn? Und wer hat denn echt gedacht, im Profifussballmanagement gehts zu wie bei Mutter Theresa?

    • Coolie
    • 23. April 2013 11:13 Uhr

    ...entschieden verneinen. Ich hinterziehe keine Steuern.

    "Er ist einfach nur einer wie wir".

    59 Leserempfehlungen
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    Geben Sie nicht bei der Pendlerpauschale den längeren Fahrtweg an und rechnen den neu gekauften Laptop für Ihren Sohn als Arbeitsmittel ab?

    Es geht nicht darum, ob Sie Steuern hinterziehen, sondern darum, dass jeder den größtmöglichen Vorteil für sich sucht, im Kleinen wie im Großen. Bei manchen Menschen sind nur die Summen deutlich höher, als bei anderen.

    Ich will die Tat von Uli Hoeneß nicht bagatellisieren, er soll seine gerechte Strafe (strafrechtlich wie gesellschaftlich) bekommen, aber niemand hat das Recht, ihn vorzuverurteilen und sich über ihn zu erheben. Vor allem nicht, wenn niemand die Fakten kennt.

    Die Moral der Zeitredakteure ist unerträglich.

    Wir sind alle wie Guttenberg, Wullf und nun auch Hoeness.

    Bitte sprechen Sie in Zukunft nur für ihr eigenes Umfeld liebe Redaktion.

    Bei solchen Moralvorstellungen muß man sich ja nicht wundern, dass man über viele Themen (Wasserprivatisierung, "Eurokrise") falsch informiert wird.

    • gorgo
    • 24. April 2013 10:06 Uhr

    "Er ist einfach nur einer wie wir" - vielleicht sollten Sie, lieber Autor, einfach Mal nur für sich selbst sprechen.

    Es ist eine sehr altbekannte argumentative Schliche, ein Delikt als irgendwie üblich und selbstverständlich zu deklarieren, um es zu verharmlosen - und bei Gesetzesbruch DIE Strategie, um sich vor Bestrafung zu drücken.

    Auch die Eingemeindung der geneigten Gesamtleserschaft in die Gruppe der Höneß-Verehrer/inn/en und Helden-gläubigen finde ich verblüffend.
    Sie ist so offensichtlich falsch, dass ich mich frage: Was für ein Interesse haben Sie daran?

    Ich interessiere mich weder für Fußball, noch halte ich sonst irgendeinen Menschen für einen "Helden". Dass ich in dieser Gruppe einzigartig sein soll, wäre mir wirklich neu.

    Und im Übrigen: Meine Fehler und Schwächen gehören immer noch mir und leiten sich nicht aus dem Verhalten von irgendeinem mir von Ihnen angetragenen Herrn X oder Y ab. Gesetzesbrüche muss im übrigen immer noch jede/r für sich verantworten.

    Das ist - offenbar unbekannt - das Prinzip eines Rechtsstaats - schon Mal auf die Idee gekommen, dass ein gut Teil Ihrer Leser/inn/en sich empört über die Höneß offenbar richtigerweise zugeschriebenen Steuerhinterziehung äußert, weil manchen etwas daran liegt, dieses Prinzip aufrecht zu erhalten und Verstöße auch bei bekannten Personen nicht milde zu beurteilen???

    ob Sie es auch nicht tun würden wenn Ihr Vermögen sich im Grössenbereich eines UH bewegen würden. Dann hätten Sie nämlich auch andere Möglichkeiten zur Hinterziehung.

    Wenn man die Anzahl der gesetzestreuen Bürger hier sieht kann man stolz auf Deutschland sein. Soviele perfekte und brave Staatsbürger die sich nichts zu schulden kommen lassen. Natürlich nicht nur bei der Steuer sondern auch sonst nicht.

    Merkwürdigerweise kenne ich viel mehr Gegenbeispiele von Normalbürgern die durchaus versuchen Geld gegenüber dem Staat zu sparen wo es nur möglich ist. Möchte nicht wissen wieviele Häusle in Deutschland mit Schwarzarbeit zumindest teilweise gebaut wurden.

    Natürlich alles keine ZEIT Leser....

  1. In den Hohn über entzauberte Stars mischt sich maßlose Enttäuschung: Selbst vermeintliche Idole wie der FC Bayern-Chef sind nicht besser als wir.

  2. unsere Feinde sind wir selbst... ;-) !

    3 Leserempfehlungen
  3. Dieser Spruch soll wohl bedeuten, dass wir ja alle gerne Steuern hinterziehen, Wasser predigen und Wein saufen, es mit dem Gesetz und der Moral nicht wirklich ernst meinen, usw.

    Da will ich mal stellvertretend für alle, die sich da nicht angesprochen fühlen auf den Tisch hauen...

    BANG!

    Lieber Autor, auch wenn Sie es nicht für möglich halten. Es gibt Menschen (darunter auch viele von den sogenannten "kleinen Leuten"), die es mit den oben aufgezählten Dingen sehr genau nehmen.

    Diese Verniedlichungen, zu denen auch der oft genutzte Spruch "Wer ohne Sünde ist..." zählt, lassen mir regelmässig die Hutschnur platzen.

    Wenn Sie (Autor) im tiefsten Herzen auch so eine kriminelle Energie wie der Herr Hoeneß spüren, ist das Ihre Sache. Die Verallgemeinerung auf ALLE finde ich aber nicht richtig.

    64 Leserempfehlungen
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    Wie konnte der Autor nur übersehen, dass es überlegene Gutmenschen gibt, die sich in Ihrem Leben immer entsprechend ihrer moralischen Vorstellungen verhalten. Schande über ihn.

    Dass sich Menschen mit Ihrem überlegenen moralischen Kompass dann beleidigt fühlen, kann ich verstehen. Menschen die sich über Waffenexporte und sicherheitspolitische Entscheidungen maßlos aufregen, aber die hohen Sprit- und Energiekosten für eine Frechheit halten. Sich über die Arbeitsbedingungen für Geringqualifizierte in Deutschland und Europa echauffieren, aber bei der ersten Gelegenheit zu „Geiz ist Geil“ Märkten rennen um Produkte aus China zu kaufen. Menschen die den Hunger in der Welt beklagen, aber die Subventionskartoffel aus Europa mit vereinzelten Keimen wegwerfen. Oder Menschen, die den Verfall des gesellschaftlichen Zusammenhalts bemängeln, aber in ihrem trauten Heim eine Kleinkrieg gegen die Nachbarn führen.

    Man könnte die Liste noch lange fortsetzten. Der Punkt aber ist, dass es so gut wie keinem Menschen gelingt, sich immer entsprechend seiner moralischen Vorstellungen zu verhalten. Denn es herrscht in jedem Menschen ein ewiger Kampf, zwischen Egoismus und Moral bzw. gesellschaftlicher Norm. Mal gewinnt man diesen Kampf, mal verliert man ihn. Es sollte mich wundern, wenn Sie ihn immer gewinnen.

    Genauso hat Uli Hoeneß den Kampf mit seiner Steuermoral verloren. Das macht ihn nicht zum Monster, sondern zum Menschen.

    Ich möchte auf gar keinenFall mit Leuten wie Ihnen in einen Topf geworfen werden.Ihre lautmalerischen Unmutsäußerungen(Bang) sind Zeichen von Unreife.Wer seineArgumente mit Lärm und Schreierei untermauert hat Unrecht.Und natürlich haben sie keine Steuern hinterzogen.Darum geht es aber in diesem Artikel überhaupt nicht.Sie sind im falschen Komentarbereich.

    • EHR19
    • 23. April 2013 14:11 Uhr

    einszwo!
    Ich unterschreibe jedes Wort in Ihrem Kommentar. Ich kann diese Verallgemeinerung der billigen Art, dieses "HOENEß in UNS", nicht mehr ohne Protest hören. Ich habe keinen "HOENEß" in mir!
    Es ist eine Beleidigung meiner Person und meiner Freunde und Bekannten. Ich gehöre nicht zu Tricksern und Betrügern!
    Der Autor des Artilkels sollte lieber schweigen, wenn ihm nichts Anderes einfällt.

    Ich antworte mal mit Kant:

    „[...] welcher Mensch kennt sich selbst, wer kennt andre so durch und durch, um zu entscheiden, ob, wenn er von den Ursachen seines vermeintlich wohlgeführten Lebenswandels, alles, was man Verdienst des Glücks nennt […] von seinem wirklichen Charakter absonderte (wie er das denn, um diesen gehörig zu würdigen, notwendig abrechnen muß, weil er es, als Glücksgeschenk, seinem eigenen Verdienst nicht zuschreiben kann) […], ob vor dem allsehenden Auge eines Weltrichters ein Mensch, seinem innern moralischen Werte nach, überall noch irgend einen Vorzug vor dem andern habe, und es so vielleicht nicht ein ungereimter Eigendünkel sein dürfte, bei dieser oberflächlichen Selbsterkenntnis, zu seinem Vorteile über den moralischen Wert […] seiner selbst so wohl als anderer irgend ein Urteil zu sprechen.“ (Kant, „Das Ende aller Dinge“, A 501, 502)

    die "Zeit" und ihre Mitarbeiter. Ich fühle mich da auch nicht zugehörig....

  4. Es heißt ja "Geld verdirbt den Charakter" - ist das nur die neidvolle Sicht "von Unten", oder ist da am Ende was dran?

    Ich finde auch es gibt einen Unterschied zwischen alkoholisiert Auto fahren und Millionen an Steuern zu hinterziehen. Bei ersterem kann ich mich vergleichen und kritisch fragen ob mein Herz denn auch rein genug ist. Letzteres kann ich mangels der zu versteckenden Millionen nicht so nachempfinden.

    Von daher bleibt mein Einfühlungsvermögen mit Herrn Höneß doch hinter dem des Autors zurück.

    4 Leserempfehlungen
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    • sxouk2
    • 23. April 2013 11:38 Uhr

    jemand, der alkoholisiert am straßenverkehr teilnimmt und dabei etwas bewegt, das > 800 kg wiegt, der verhält sich höchst fahrlässig und verantwortungslos.

    wenn sie in einem solchen zustand einen unfall mit personenschaden oder todesfolge zu verantworten hätten...

    ihre verharmlosung für solches verhalten empfinde ich persönlich als widerlich.

    • Ghede
    • 23. April 2013 11:57 Uhr

    "Ich finde auch es gibt einen Unterschied zwischen alkoholisiert Auto fahren und Millionen an Steuern zu hinterziehen."

    Als jemand, der einen nahen Familienangehörigen durch einen betrunkenen Autofahrer verloren hat, lassen Sie mich Ihnen versichern: Es gibt in der Tat einen ganz gewaltigen Unterschied.

    Wenn Sie das nächte mal Ihr Herz meinen, überprüfen zu müssen: Lassen Sie die Finger vom Lenkrad. Bitte.

    Genau so wenig wie Macht.

    Aber oft machen sie ihn besonders sichtbar.

    > Es heißt ja "Geld verdirbt den Charakter" - ist das nur die neidvolle
    > Sicht "von Unten", oder ist da am Ende was dran?

    Glaube ich nicht. Ich würde eher sagen: "Geld offenbart den Charakter"

    Und deshalb - nur deshalb - ist der moralische Dünkel der vermeintlich ach so redlichen Foristen wohlfeil.

    Natürlich lässt sich Millionen-Steuerhinterziehung von Superreichen nicht mit"großzügigen" Angaben von Kilometerpauschalen und Arbeitsmitteln vergleichen. Die Frage ist allerdings: Wie viele würden es am Ende genauso machen, wenn Sie das Privileg genössen, mit größeren Zahlen zu hantieren? Aber ach nein - ich doch nicht !!!!! :-)

    Ein bessere Gesellschaft entsteht nicht durch das (wiewohl verdiente) Kreuzigungsritual des gefallenen Engels, sondern durch das Nachdenken vieler über sich selbst ...

    Insofern schießt der Artikel nicht vollständig am Ziel vorbei ... wenn er auch nach meinem Geschmack etwas zu viel relativiert und in einen Topf wirft

    Gruß,
    Tezcatlipoca

  5. man sagt, es würden mehr Steuern eingenommen durch diese Praxis als durch Steuerfahndung. Hat man denn evtl. vergessen, jemals zu testen, ob Steuerflucht nicht gerade dadurch gefördert wird, und man nie den Zustand hatte, ohne Selbstanzeige? Wie kann man so was also behaupten. Mir fehlen die Belege.

    Wenn ich reich wäre, und Anwälte hinter mir weiss (die ich vermutlich gar nicht bräuchte) , und unter Freunden guten Whiskey verteilen kann, und unter der Hand mit Freunden "Du ich hab Geld ich will es hinterziehen, weisste, und ist ja in diesem Land sowieso alles kaputt", und es gäbe die Selbstanzeige als Notlösung "wenns schlimm kommt, kann ich mich ja selbst anzeigen", ne? Ich meine, klar, würd ich auch machen.

    Politiker , die solche Gesetze machen, haben auch schon anderen Murks fabriziert. Man hat der Steuerflucht ja geradezu einen roten Teppich ausgelegt und weigert sich der Einsicht noch heute, dass man die paar Prozent Steuern, die durch Selbstanzeige zustande kommt, tausende gegenüberstehen, die unerkannt bleiben.

    Und dann hat man den Wahn, von einem schlimmen Verbrechen bei Steuerflucht zu sprechen.
    Oder habe ich mich getäuscht und es gibt die Selbstanzeige nicht? Ich sehe mich da wirklich äusserst spärlich informiert.

    Überhaupt kennen wir gar nicht die Gesetze, und niemand vermittelt sie uns. Aber sind trotzdem nicht vor Unwissenheit unschuldig. Also irgendwie sollte man in der Schule vielleicht Gesetze statt Fachwissen lehren.

    Eine Leserempfehlung

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