NiederlandeBeatrix dankt ab, Willem-Alexander ist König

Der Thronwechsel ist vollzogen: Im Amsterdamer Königspalast hat Beatrix ihre Abdankung unterschrieben. Willem-Alexander ist der erste männliche Monarch seit 123 Jahren.

Willem-Alexander ist neuer König der Niederlande. Seine Mutter Beatrix unterschrieb in Amsterdam die Abdankungsurkunde. Damit wurde ihr ältester Sohn nach niederländischem Staatsrecht automatisch ihr Nachfolger als Staatsoberhaupt. Seine Frau Máxima wird ebenfalls Königin genannt, ist aber nicht Staatsoberhaupt.

Mit Willem-Alexander bekommt das Land zum ersten Mal seit 123 Jahren wieder einen König – seit dem Tod von König Willem III. im Jahr 1890 saßen allein Frauen auf dem Thron. Beatrix trägt künftig wieder den Titel Prinzessin, wie schon vor ihrer Thronbesteigung 1980.

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Zehntausende Menschen feierten den Thronwechsel in Amsterdam. Vor dem Palast am Damplatz kamen bereits am frühen Dienstagmorgen Tausende zusammen, um sich die Plätze mit der besten Sicht auf den Balkon des Stadtschlosses zu sichern. Im Amsterdamer Hafen feuerte ein Marineschiff zu Ehren von Beatrix 101 Schüsse ab.

In einer letzten Fernsehansprache als Staatsoberhaupt hatte Beatrix sich am Vorabend bei den Niederländern für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung bedankt. Willem-Alexander sei "in jeder Hinsicht" gut auf seine Aufgabe als neuer König vorbereitet, sagte sie.

Im neu eröffneten Amsterdamer Rijksmuseum gab Beatrix ein Festessen. Zu den Gästen gehörten unter anderen der britische Thronfolger Prinz Charles und seine Frau Camilla. Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hatten sich ebenfalls angesagt.

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Leserkommentare
  1. 1. [...]

    Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

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    wenn man sie vor dem Senden noch mal auf Grammatik, Logik und v.a. Tippfehler überprüft... ;-)

    Wenn die Holländer das Ende der Monarchie wünschen würden, hätten sie sie sicher längst durchgesetzt (die rechtliche Möglichkeit besteht ja). Da sie es nicht getan haben bis jetzt, ist es, glaube ich, kaum unsere Aufgabe, ihnen zu erzählen, wie es besser geht...

  2. wenn man sie vor dem Senden noch mal auf Grammatik, Logik und v.a. Tippfehler überprüft... ;-)

    Wenn die Holländer das Ende der Monarchie wünschen würden, hätten sie sie sicher längst durchgesetzt (die rechtliche Möglichkeit besteht ja). Da sie es nicht getan haben bis jetzt, ist es, glaube ich, kaum unsere Aufgabe, ihnen zu erzählen, wie es besser geht...

    4 Leserempfehlungen
    Antwort auf "[...]"
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    aber wenn ich mir die Riege der deutschen Staatsoberhäupter (von Ausnahmen abgesehen) anschaue, die ich genau so wenig selbst wählen kann, wie Monarchien ihren König, kann ich nur sagen, die Niederlande (von mir aus auch die skandinavischen Monarchien) sind bestens bedient.

    Selbst wenn ich ein erbliches Königshaus unbedingt nicht befürworte, wenn es dann Vertreter sind wie eine Königin Beatrix, die ihrem Land in vorbildlicher Weise gedient hat, und/oder auch Queen Elisabeth (die seit 60 Jahren einen Topp-Job macht), dann kann ich nur sagen, diese Vertreter(innen) haben erheblich mehr für ihr Land geleistet, als ein auf fünf oder 10 Jahre aus reinen Parteiinteressen gewählter Bundespräsident je leisten wird.

    Jede konstitutionelle Monarchie kann auf legale Weise abgeschafft werden; dass dies bislang in keinem dieser Länder geschehen ist, spricht eigentlich - seltsamerweise - ? für sie. Und das unwürdige Schauspiel, wie ein deutsches Staatsoberhaupt zum Rücktritt gezwungen wurde, spricht das für uns?

  3. "Beatrix trägt künftig wieder den Titel Prinzessin"

    Beim Lesen dieses Satzes wird mir bewusst, dass Prinzessin irgendwie sprachlich doppelt gemoppelt ist:
    Nl: prins - prinses;
    D: Prinz - Prinzessin.
    Warum heißt es nicht etwa einfach "Prinzess"?

    Eine Leserempfehlung
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    Das Phänomen ist nicht leider nicht auf Prinzess(inn)en beschränkt, sondern omnipräsent. Dabei könnte man es so schön haben und wie beim unbestimmten Artikel ein, eine, einer verfahren. Einerin gibt es nicht. Ein Beispiel: Mathematik heißt die Wissenschaft, ein sie betreibender Mann Mathematiker, die entsprechende Frau Mathematikerin. Logisch, um ein Vielfaches eleganter und politisch korrekt wäre Mathematike für einen weiblichen Mathematiker. In der Mehrzahl wären sie die Mathematiker. Dann gehörten sprachliche Scheußlichkeiten wie MathematikerInnen der Vergangenheit an.

  4. wie man im 21.Jahrhundert Menschen huldigen und zujubeln kann, die sich fernab des realen und wirklichen Lebens, auf ein Relikt beschränken, dass man Monarchie nennt.

    Auch die jahrzehntelange Geheimnistuerei um die Bilderbergerkonferenzen, deren blosse Erwähnung vor ein paar Jahren auch auf Zeit.de undenkbar war und zu deren Anlass sich die Monarchin offensichtlich regelmässig ähnlich einer Schirmherrin feiern lies, trägt eigentlich nicht sonderlich viel dazu bei, Sympathien hervorzurufen.

    Also was soll all dieses Theater?

    5 Leserempfehlungen
    • conure
    • 30. April 2013 12:03 Uhr

    diese Königin Beatrix.

    Mit den richtigen Personen in den "königlichen Rollen" kann
    Monarchie durchaus sinnvoll sein.

    Wie man an ihrem Vater, Prinz Bernhardt, dem jetzigen spanischen
    König Juan Carlos, dem schwedischen König Carl Gustaf u.a. sieht,
    gibt es allerdings auch zahlreiche Beispiele, die man eher als
    Fehlbesetzungen ansehen darf.

    Der neue niederländische König und seine Frau scheinen mit
    ihren Persönlichkeiten eine große Sympathie und Akzeptanz
    zu besitzen.

    Viel Glück .

    2 Leserempfehlungen
  5. warum wird ueberhaupt nicht berichtet ueber die "versehentliche Verhaftung" zweier Koenigsgegner (republikeinen) auf dem Dam. auch wenn es deutsche vielleicht nicht wahrhaben wollen, nicht jeder niederlaender findet das koenigshaus toll.

    3 Leserempfehlungen
    • hairy
    • 30. April 2013 12:20 Uhr

    Komiker Youp van 't Hek hat neulich ungefähr gesagt: Die Leute wollen nunmal Unterhaltung. Wenn man die Monarchiekosten auf den Einzelnen runterrechnet, ist die eigentlich ziemlich billig. Der eine spielt mit seinem Hund, der andere spielt mit Beatrix.

    Bzw. ab jetzt mit Willem-Alexander.

    (Kosten fürs Königshaus pro Jahr aus Steuermitteln: rund 110 Mio Euro. Ist inklusiv Unterhalt für Gebäude, Sicherheit usw. usw.)

    Eine Leserempfehlung
  6. 8. [...]

    Entfernt. Nutzen Sie den Kommentarbereich bitte um sich sachlich über den konkreten Artikelinhalt auszutauschen. Danke, die Redaktion/jk

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, ff
  • Schlagworte Niederlande | Hafen | Tod | Amsterdam
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