Durch eine Explosion in der Innenstadt von Prag sind mindestens 40 Menschen verletzt worden. Ob auch Menschen starben, ist bisher nicht geklärt, teilte die Polizei mit. Die Explosion wurde wahrscheinlich durch einen Gasunfall ausgelöst. Gebäude wurden beschädigt, Fenster herausgerissen, Glas splitterte. Die Divadelní-Straße ist mit Trümmern übersät

Die Polizei sperrte das Gebiet ab, räumte mehrere Häuser und riegelte die Gasversorgung ab. Die Beamten brachten etwa 220 Anwohner vorsorglich in Sicherheit. Tschechische Medien zitierten Augenzeugen, wonach es am Explosionsort nach Gas gerochen habe. "Es geht um eine Gasexplosion, nicht um einen Terroranschlag", sagte Bürgermeister Bohuslav Svoboda.

Die Sicherheitskräfte vermuteten in den beschädigten Gebäuden mehrere Verschüttete. Spürhunde hätten an einer Stelle angeschlagen, wo sich drei oder vier Tote befinden könnten. Rettungskräfte sprachen außerdem von vier schwer Verletzten.

Der Unglücksort liegt inmitten der Altstadt am Ufer der Moldau in der Nähe des Nationaltheaters und der Wissenschaftsakademie. Laut Polizei ereignete sich der Vorfall in einer aus dem 19. Jahrhundert stammenden früheren Wohnanlage, die mittlerweile als Bürokomplex genutzt wird.