Zwei bestürzte Betroffene auf einer Straße in Boston halten sich tröstend im Arm. © Jessica Rinaldi/Reuters

In Deutschland gibt es nach dem Bombenanschlag beim Boston-Marathon keine Anzeichen für eine gestiegene Terrorgefahr. Ein Sprecher des Ministeriums sagte dem Tagesspiegel, eine abstrakte Gefahr gebe es immer, die Sicherheitslage sei unverändert.

Bundeskanzlerin Angela Merkel verurteilte die Anschläge: Nichts rechtfertige einen "so heimtückischen Angriff auf Menschen, die sich zu einer friedlichen Sportveranstaltung zusammengefunden hatten". Sie hoffe, dass der oder die Schuldigen bald zur Rechenschaft gezogen werden können.

Außenminister Guido Westerwelle zeigte sich "zutiefst schockiert" über den Anschlag mit drei Toten und mehr als hundert Verletzten. Nach derzeitigen Erkenntnissen des Auswärtigen Amts seien keine Deutschen getötet oder verletzt worden.

Schärfere Kontrollen zukünftig in Frankreich

Bundestagsabgeordnete haben via Twitter unter dem Hashtag #bostonmarathon ihre Trauer mit den Opfern zum Ausdruck gebracht. "Dies ist die Stunde der Trauer und Besonnenheit und nicht der Scharfmacher", schreibt der SPD-Bundestagsabgeordnete Gerold Reichenbach.

In Frankreich werden die Sicherheitsvorkehrungen unterdessen verschärft. Innenminister Manuel Valls wies die regionalen Polizeibehörden an, häufiger auf Patrouillen zu gehen. Öffentliche Orte und Einrichtungen sollen besonders bewacht werden. Die Menschen sollten jetzt besonders aufmerksam sein und etwa auf verdächtige Gegenstände achten. Gleichzeitig solle Panik vermieden werden. Präsident François Hollande sicherte den USA "die volle Solidarität Frankreichs" zu.