ProtestSong gegen Margaret Thatcher an Spitze der britischen Charts

"Ding Dong! The witch is dead" ist in Großbritannien am häufigsten heruntergeladen worden. Das Lied ist zum Protestsong gegen die gestorbene Maggie Thatcher geworden.

Das Lied Ding Dong! The witch is dead ("Die Hexe ist tot") steht seit Dienstagabend an der Spitze der britischen Download-Charts des Anbieters Amazon. Gegner der am Montag gestorbenen Margaret Thatcher kauften den Song von Judy Garland massenhaft aus Protest gegen die ehemalige Premierministerin.

Eine von Ella Fitzgerald gesungene Version des aus dem Film Der Zauberer von Oz bekannten Liedes landete auf Platz vier. Zuvor war im sozialen Netzwerk Facebook zum Download des Liedes aufgerufen worden.

Anzeige

Margaret Thatcher war an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Die konservative Politikerin regierte Großbritannien über drei Amtsperioden von 1979 bis 1990 und damit länger als jeder andere Premierminister im 20. Jahrhundert. Die "Eiserne Lady" war vor allem in ihrem Heimatland extrem umstritten. Unter anderem setzte sie gegen den Widerstand der Gewerkschaften einen rigiden Reformkurs durch, der unter anderem die Privatisierung von Staatsbetrieben und die Senkung der Staatsausgaben beinhaltete.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
    • conure
    • 10. April 2013 8:27 Uhr

    wünscht man der Eisernen Lady" im Internet

    Die offiziellen Lobgesänge von Obama und anderen
    Offiziellen waren höflich,aber eben nicht zutreffend.

    Putin hat sich als einziger Politiker annähernd ehrlich
    geäußert : "sie war rigoros".

    Thatcher war genauso eiskalt, kulturlos und unmenschlich, wie
    ihr von allen Nichtoffiziellen vor und jetzt nach ihrem Tod
    bescheinigt wird.

    Greenwald hat im Guardian einen guten Artikel verfaßt :
    http://www.guardian.co.uk...

    19 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • hg2000
    • 10. April 2013 8:49 Uhr

    das trifft m.E. genauso auf Personen zu, die sich öffentlich über den tod eines Menschen lustig machen.

    • sinta
    • 10. April 2013 8:41 Uhr

    Ich mag ja diese Version sehr gerne, auch wenn sie leider sehr kurz ist. ;)

    http://www.youtube.com/wa...

    Eine Leserempfehlung
    • hg2000
    • 10. April 2013 8:49 Uhr

    das trifft m.E. genauso auf Personen zu, die sich öffentlich über den tod eines Menschen lustig machen.

    13 Leserempfehlungen
    Antwort auf ""Rust in Peace""
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • lufkin
    • 10. April 2013 9:05 Uhr

    Warum? Thatcher war war als Spitzenpolitikerin eine durch und durch öffentliche Person. Ihr Tod ist damit Thema in der Presse und allg. in der Öffentlichkeit... positiv wie negativ und nur weil sie tot ist, gibt es doch keinen Grund die eigene Meinung über sie plötzlich zu ändern. Das wäre heuchlerisch.

    Man redet hier mit/über Menschen, die sich zwar herrlich über den Tod eines ihnen nicht persönlich bekannten Menschen erfreuen können. Aber wehe jemand macht einen Witz, wenn ihre Katze überfahren wird. Das ist dann ja die Grenze der Pietätlosigkeit.

    Man mag von ihrer Politik und ihrem Wesen gehalten haben was man will, aber tot ist tot. Fertig. Meinetwegen kann man das auch gut finden, aber diese öffentliche zurschaustellen...
    Ich erinnere an den Sturm, auch in unseren Medien, der losging, als sich einige US-Politiker zum Tod Osama Bin-Ladens positiv geäußert haben.

    Kann man sich nicht mal seine eigene Würde bewahren?

    Man kann zu Maggie Thatcher stehen, wie am will. Tatsache ist, dass die Begeisterung gewisser Kreise über ihren Tod unter jeder Sau ist. Es ist wirklich so, dass der Exitus einer Katze in unserer moralisch perversen Weltgegend mit mehr Pietät zur Kenntnis genommen wird, als der Tod einer Politikerin, die bestimmt nicht über alle Zweifel erhaben war. (Wer ist das schon?) Sie hat aber auch Verdienste. Linke Ideologen werden mir hier widersprechen. Da ist irgend etwas aus dem Ruder gelaufen. Das konnte man auch anlässlich des grossen Zapfenstreichs für Christian Wulff klar erkennen, als (angeblich) zivilisierte Abendländer sich einer problematischen "Tradition" aus demm Morgenland bemächtigten und ihre (ausgetragenen) Schuhe Richtung Wulffwarfen. Wo sind wir gelandet?

    • lufkin
    • 10. April 2013 9:05 Uhr

    Warum? Thatcher war war als Spitzenpolitikerin eine durch und durch öffentliche Person. Ihr Tod ist damit Thema in der Presse und allg. in der Öffentlichkeit... positiv wie negativ und nur weil sie tot ist, gibt es doch keinen Grund die eigene Meinung über sie plötzlich zu ändern. Das wäre heuchlerisch.

    20 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    dass man den Tod einen Menschen nicht feiert (also im Sinne von "Endlich sind wir die los").
    Eine Meinung zu haben oder aber sich zu freuen, dass jemand stirbt, sind für mich zwei paar Schuhe.

  1. da haben sie es aber Amazon so richtig gezeigt ;)

    Ich staune immer wieder vor der Kunst des Vertriebs.

    2 Leserempfehlungen
  2. Man redet hier mit/über Menschen, die sich zwar herrlich über den Tod eines ihnen nicht persönlich bekannten Menschen erfreuen können. Aber wehe jemand macht einen Witz, wenn ihre Katze überfahren wird. Das ist dann ja die Grenze der Pietätlosigkeit.

    Man mag von ihrer Politik und ihrem Wesen gehalten haben was man will, aber tot ist tot. Fertig. Meinetwegen kann man das auch gut finden, aber diese öffentliche zurschaustellen...
    Ich erinnere an den Sturm, auch in unseren Medien, der losging, als sich einige US-Politiker zum Tod Osama Bin-Ladens positiv geäußert haben.

    Kann man sich nicht mal seine eigene Würde bewahren?

    8 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Eiskalte Ermordung eines Wehrlosen vor den Augen seiner Frau, den man leicht hätte festnehmen können!
    Da starb die fragwürdige Madam doch einen friedlichen Tod, hat aber auch viel Unheil über viele Menschen gebracht.
    Mein Bedauern über ihren Tod hält sich in sehr engen Grenzen.

  3. dass man den Tod einen Menschen nicht feiert (also im Sinne von "Endlich sind wir die los").
    Eine Meinung zu haben oder aber sich zu freuen, dass jemand stirbt, sind für mich zwei paar Schuhe.

    7 Leserempfehlungen
    Antwort auf "öffentlich"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Die allermeisten Menschen werden nach ihrem Tode betrauert. Wenn der Tod einer Persönlichkeit des politischen Lebens Straßenfeste auslöst, bei denen der Sekt in Strömen fließt, ist das nicht nur eine Entgleisung, sondern auch ein seltenes historisches Ereignis. In der Gesellschaft der Mächtigen sollte es jenen zu denken geben, die ihre Macht allzu skrupellos ausüben.

    Die Exzesse der Rücksichtslosigkeit, die wir in den letzten Jahren erlebt haben, könnten durchaus dazu führen, dass wir Berichte von solchen Freudenfesten in Zukunft häufiger lesen müssen.

    ... man ist nur froh, dass sie weg ist.

  4. Die allermeisten Menschen werden nach ihrem Tode betrauert. Wenn der Tod einer Persönlichkeit des politischen Lebens Straßenfeste auslöst, bei denen der Sekt in Strömen fließt, ist das nicht nur eine Entgleisung, sondern auch ein seltenes historisches Ereignis. In der Gesellschaft der Mächtigen sollte es jenen zu denken geben, die ihre Macht allzu skrupellos ausüben.

    Die Exzesse der Rücksichtslosigkeit, die wir in den letzten Jahren erlebt haben, könnten durchaus dazu führen, dass wir Berichte von solchen Freudenfesten in Zukunft häufiger lesen müssen.

    13 Leserempfehlungen

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, nf
  • Schlagworte Margaret Thatcher | Protest | Film | Amazon | Download | Ella Fitzgerald
Service