GeheimdiensteUS-Diplomat in Russland als Spion festgenommen

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB meldet die Festnahme eines US-Spions. Er soll mit viel Bargeld versucht haben, einen russischen Agenten für die CIA anzuwerben.

Der russische Sicherheitsrat tagt unter Vorsitz von Präsident Putin

Der russische Sicherheitsrat tagt unter Vorsitz von Präsident Putin  |  © Aleksey Nikolskyi/RIA Novosti/Pool/Reuters

Die russischen Behörden haben nach eigenen Angaben einen Diplomaten der USA in Moskau festgenommen. Dies teilte der Geheimdienst FSB mit. Der Amerikaner soll versucht haben, einen russischen Agenten für den US-Geheimdienst CIA anzuwerben.

Der mutmaßliche Spion habe in der US-Botschaft als dritter politischer Sekretär gearbeitet, berichten die russischen Behörden weiter. Bei seiner nächtlichen Festnahme hätten die Ermittler schriftliche Anweisungen, viel Bargeld, technische Geräte und Verkleidungen sichergestellt. Der Verdächtige soll  über Nacht festgehalten und danach Vertretern der USA übergeben worden sein.

Anzeige

Russische Medien verbreiteten Fotos, auf denen der Verdächtige zu sehen ist, wie er an einem Schreibtisch in einem Büro sitzt. Auch das Bargeld und ein russischer Personalausweis mit einem Foto des Festgenommenen sind abgebildet.

Die US-Botschaft äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall. Die USA und Russland versuchen seit Längerem, ihre diplomatischen Beziehungen zu verbessern. Sie hatten nach den Bombenanschlägen auf den Boston-Marathon eine engere Kooperation im Sicherheitsbereich in Erwägung gezogen.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. Abrüstung --> Heimliches streben nach 'Full Spectum Dominance'
    Entnuklearisierung --> Nukleare Aufrüstung/Modernisierung
    Kampf gegen den Terror --> Finanzierung, Training für Al-Nusra/Al-Kaida
    Reden von Menschenrechten --> Bauen einen orwell'schen Polizeistaat und legalisieren, Entführung, Verschleppung, Festsetzung und Folter und gezieltes Töten auf Verdacht
    Bezeichnen dutzende Länder als "Failed States" --> sind selbst zu einem maximalen Sicherheitsrisiko für den Weltfrieden geworden

    13 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Die Zeiten in denen die USA den Terrorismus indierekt finanziert haben liegen gut 30 Jahre zurück, und selbst Saudi-Arabien geht im eigenen Land hart gegen Terror-Gruppierungen vor.
    Außerdem fand die Unterstützung des Taliban-Regimes unter dem Umstand statt, das die Sowjets damals den Kommunismus im Nahen Osten verbreiten wollten. Niemand konnte doch ahnen, was einmal aus der ganzen Sache entstehen wird!

    Bitte verstehen sie mich nicht falsch, vielleicht denke ich auf einem unteren Niveau oder habe ganz offensichtlich etwas verpasst, aber wo und mit welchen mitteln haben die USA Al-Qaida und andere Terror-Organisationen dierekt und gewollt FINANZIERT und/oder AUSGEBILDET???????
    Geben sie konkrete und belegte Beispiele!

    • gooder
    • 14. Mai 2013 15:35 Uhr

    Das abwerben eines Agenten, gehört für die USA also zu einer Maßnahme,die zur Verbesserung der diplomatischen Beziehungen beitragen soll.

    2 Leserempfehlungen
  2. Sicher wieder einer dieser typischen Putintricks, um den Antiamerikanismus zu schüren. Gehört in die Kathegorie NGO-Bashing und sollte eigentlich der Presse keine Meldung wert sein. Dadurch besteigt dieser Despot nämlich genau die Bühne, auf der er so gerne tanzt.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    um für ihre Analysten und Agenten Videospiele zu kaufen.
    Stimme Ihnen absolut zu. Nichts als russische Propaganda.

    Sie versuchen Argumente zu formalisieren, nutzen einen bestimmten Argumenttyp, um ihn mit beliebigem Inhalt zu füllen und spicken das Ganze mit Begriffen und Ausdrücken (z.B. "Despot", "Putintricks"), die selbst einer Begründung bedürfen. Seinem Weltbild auf diese Weise eine argumentative Grundlage zu verschaffen ist sicher nicht verboten, allein es wirkt gekünstelt und Plausibilität gewinnt man so nicht.

    Putin fälscht ja auch Wahlen, ganz anders als Bush,
    Putin-treue Unternehmen kriegen Aufträge zu geschanzt, ganz anders als in den USA,
    Russland sperrt ja auch Regime-Gegner ein, ganz anders als die USA,
    Russland richtet ja auch Leute ohne Prozess hin, wenn es der nationalen Sicherheit dient - ganz anders als die USA,
    in Russland werden ja auch Leute in Lager gesperrt, ganz anders als in Guantanamo
    Russland richtet ja auch Straftäter... ach nein, stimmt ja gar nicht.
    Ja, Russland ist wirklich eine ganz, ganz üble Diktatur. Ich empfehle Ihnen mal eine Reise dorthin. Sie werden Augen machen.

  3. Russland macht genauso, China auch und wer weiß was unser BND, MAD oder BfV macht...
    Allerdings finde ich es bedenklich als Deckmantel etwas aus dem Umfeld einer Botschaft zunehmen.

    3 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • tobmat
    • 14. Mai 2013 16:27 Uhr

    "Allerdings finde ich es bedenklich als Deckmantel etwas aus dem Umfeld einer Botschaft zunehmen."

    Das ist übliche Praxis seit es Botschaften gibt.

  4. Die Zeiten in denen die USA den Terrorismus indierekt finanziert haben liegen gut 30 Jahre zurück, und selbst Saudi-Arabien geht im eigenen Land hart gegen Terror-Gruppierungen vor.
    Außerdem fand die Unterstützung des Taliban-Regimes unter dem Umstand statt, das die Sowjets damals den Kommunismus im Nahen Osten verbreiten wollten. Niemand konnte doch ahnen, was einmal aus der ganzen Sache entstehen wird!

    Eine Leserempfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Das kauft Ihnen niemand mehr ab.

    Die USA müssen sich nun an dem messen lassen was sie sind und nicht was sie ständig vorgeben sein zu wollen.

    Auch wenn dabei herauskommt, das das Verhalten der USA mehr als je sonst das eines anderem Staatest der Seele dieses Planeten ungemein schadet.

    Niemand konnte ahnen, was einmal aus der Sache entstehen wird? Die USA haben die Mujahedin über Jahre hinweg ausgerüstet und ausgebildet, um danach das Land ohne Infrastruktur, aber schwer bewaffnet und kampferprobt zurückzulassen. Wie konnte danach das Land bloß im Chaos versinken?? Prophezeiung für die Zukunft: Wenn die ausländischen Truppen abgezogen sind, übernehmen die Taliban wieder die Macht.

    Hier mal ein aktuelleres Beispiel:

    Libyen!

    Dort wurden seitens der NATO Staaten kriminelle Banden und Dschihadisten hochgerüstet, die jetzt das Land terrorisieren. Libyen ist ein neuer Standort der Dschihadisten geworden und Waffen sichern von dort in die Nachbarländer. Die Sitution in Mali, die Anschläge in Algerien. Alles hängt irgentwie zusammen mit Libyen. Und es war bekannt, wer da an die Macht bebombt wird. Der Kommander der Milizen war ein verurteilter Terrorist.

    Libyen in der Gewaltspirale | Heise | 14.05.2013

    http://en.wikipedia.org/w...
    durchgezogen hat, der hört dann auch danach einfach komplett damit auf und spielt wie gesagt Videospiele, anstatt weiterhin Terrorzellen auszuheben und zu unterhalten.

  5. Das kauft Ihnen niemand mehr ab.

    Die USA müssen sich nun an dem messen lassen was sie sind und nicht was sie ständig vorgeben sein zu wollen.

    Auch wenn dabei herauskommt, das das Verhalten der USA mehr als je sonst das eines anderem Staatest der Seele dieses Planeten ungemein schadet.

    4 Leserempfehlungen
    • tobmat
    • 14. Mai 2013 16:27 Uhr

    "Allerdings finde ich es bedenklich als Deckmantel etwas aus dem Umfeld einer Botschaft zunehmen."

    Das ist übliche Praxis seit es Botschaften gibt.

    5 Leserempfehlungen
  6. 8. .....

    Niemand konnte ahnen, was einmal aus der Sache entstehen wird? Die USA haben die Mujahedin über Jahre hinweg ausgerüstet und ausgebildet, um danach das Land ohne Infrastruktur, aber schwer bewaffnet und kampferprobt zurückzulassen. Wie konnte danach das Land bloß im Chaos versinken?? Prophezeiung für die Zukunft: Wenn die ausländischen Truppen abgezogen sind, übernehmen die Taliban wieder die Macht.

    Eine Leserempfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • tobmat
    • 14. Mai 2013 17:06 Uhr

    "Wie konnte danach das Land bloß im Chaos versinken?"

    Durch die beständige Einflussnahem Pakistans.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, zz
  • Schlagworte Russland | CIA | Medien | Agent | Behörde | Beziehung
Service