DNA-SpurBonner Bombe offenbar von Salafisten gelegt

Der Anschlagsversuch auf den Bonner Hauptbahnhof steht offenbar in Verbindung zum Mordplan gegen den Chef von Pro NRW. DNA-Spuren belasten einen inhaftierten Salafisten.

Der versuchte Bombenanschlag am Bonner Hauptbahnhof steht offenbar kurz vor der Aufklärung. Die Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem Fall in Bonn und dem geplanten Attentat auf den Vorsitzenden der rechtsextremen Partei Pro NRW verdichteten sich, sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Weitere Auskünfte verweigerte sie mit Blick auf die laufenden Ermittlungen. Der stern berichtete, dass DNA-Spuren die Familie einen wegen des Mordplans inhaftierten Salafisten belasten würden.

Dem Bericht zufolge fanden die Ermittler DNA-Spuren auf dem Sprengsatz vom Dezember 2012: auf dem Metallrohr und auf dem Wecker des Zeitzünders. Sie sollen von der Frau und dem zweijährigen Sohn des deutschen Salafisten Marco G. stammen. Der 26-Jährige sitzt in Untersuchungshaft, weil er sich an Plänen für einen Mordanschlag auf den Pro-NRW-Vorsitzenden Markus Beisicht beteiligt haben soll. Wegen des Attentatsversuchs sitzen insgesamt vier Verdächtige seit April in Untersuchungshaft.

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Marco G. und drei weitere Beschuldigte sollen sich im November 2012 zu einer militant-islamistischen Gruppierung zusammengeschlossen haben – mit dem Ziel, führende Mitglieder der rechtsextremen Partei Pro NRW zu töten. Im März 2013 sollen sie einen Mordanschlag auf den Parteivorsitzenden unmittelbar vorbereitet haben. Unter anderem beschafften sie eine Schusswaffe und zur Herstellung von Sprengstoff geeignetes Ammoniumnitrat.

Am Bonner Hauptbahnhof hatten unbekannte Täter hatten im Dezember eine Tasche mit einer Bombe abgestellt. Der Sprengsatz detonierte nicht. Die Bombe bestand aus einem Metallrohr mit Ammoniumnitrat und vier Druckgaspatronen.

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Leserkommentare
  1. 1. Na...

    ... da hat jemand anscheinend den Koran falsch interpretiert, oder so.

    12 Leserempfehlungen
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    Wenn man sich so die Kommetare durchliest, kann man sich fragen, ob man nicht vielleicht mal Duden in den Innenstädten verteilen sollte.

  2. 2. […]

    Entfernt. Bitte verfassen Sie differenzierte Beiträge zum konkreten Artikelinhalt. Danke, die Redaktion/jp

    Eine Leserempfehlung
  3. 6 Leserempfehlungen
  4. intensive Beziehungen zu Katar, Saudi-Arabien und Erdogan pflegt.
    Den Fehler hat Assad auch mal gemacht.
    Bin mal gespant, wie lange es dauert, bis der Zensor diese Nachricht löscht.

    8 Leserempfehlungen
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    Kritik an der Moderation richten Sie gerne an community@zeit.de. Darüber hinaus bitten wir darum, zum konkreten Artikelthema zu diskutieren. Danke, die Redaktion/jk

    die "guten Beziehungen zu Saudiarabien" etc. mit den Umtrieben von Pierre Vogel und Abu Nagi zu tun?

    Soweit ich weiß, wirkt die Bundesregierung nicht aktiv an der Koranverteilungsaktion mit, bei der die entsprechende Übersetzung vom saudischen Religionsministerium offiziell autorisiert wurde. Ansonsten hat Friedrich bei seiner "Vermisst"-Aktion und dem Plan, sogenannte Hassprediger schneller abzuschieben, sich meines Wissens auch nicht vorher die Meinung der saudischen Regierung oder der eines Nachbaremirats eingeholt.

  5. 5. [...]

    Kritik an der Moderation richten Sie gerne an community@zeit.de. Darüber hinaus bitten wir darum, zum konkreten Artikelthema zu diskutieren. Danke, die Redaktion/jk

    6 Leserempfehlungen
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    • wt wt
    • 23. Mai 2013 9:35 Uhr

    Der Kommentar, auf den Sie kritisch Bezug nehmen, wurde mittlerweile entfernt. Danke, die Redaktion/jk

  6. Abendländisch sollte frau schon noch schreiben können. Pardon.

  7. die "guten Beziehungen zu Saudiarabien" etc. mit den Umtrieben von Pierre Vogel und Abu Nagi zu tun?

    Soweit ich weiß, wirkt die Bundesregierung nicht aktiv an der Koranverteilungsaktion mit, bei der die entsprechende Übersetzung vom saudischen Religionsministerium offiziell autorisiert wurde. Ansonsten hat Friedrich bei seiner "Vermisst"-Aktion und dem Plan, sogenannte Hassprediger schneller abzuschieben, sich meines Wissens auch nicht vorher die Meinung der saudischen Regierung oder der eines Nachbaremirats eingeholt.

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    aber die Bundesregierung leifert tolle Waffen (z.b. Panzer, Gewehre et.) den Saudies, und das Die der verlängerte Arm von den VSA sind weis ja jeder.

  8. aber die Bundesregierung leifert tolle Waffen (z.b. Panzer, Gewehre et.) den Saudies, und das Die der verlängerte Arm von den VSA sind weis ja jeder.

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    Antwort auf "Was haben denn"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, tis
  • Schlagworte Attentat | Bundesanwaltschaft | Ermittlung | Salafisten | Sprengsatz | Stern
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