Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hat die Forderung muslimischer Verbände zurückgewiesen, die Islamkonferenz nach der Bundestagswahl aus dem Innenressort auszugliedern. Sein Ministerium sei zuständig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und damit auch für die Islamkonferenz, sagte der CSU-Politiker bei dem letzten Treffen mit muslimischen Verbänden in dieser Legislaturperiode.

Stattdessen will Friedrich die Deutsche Islam Konferenz (DIK) nach der Bundestagswahl stärker in den Ländern verankern. Die DIK solle sich regionalisieren. "Dies ist eine der strukturellen Aufgaben insbesondere der nächsten Legislaturperiode", sagte er.

Der Innenminister begrüßte zugleich die von der DIK angestoßene Initiative zur Förderung von Projekten im Jugendbereich gegen Muslimfeindlichkeit, Antisemitismus und Extremismus. Prävention auf diesen drei Gebieten sind die Schwerpunkte des diesjährigen DIK-Plenums.

Unterstützt wird die DIK-Projektinitiative von einem Förderkreis aus Bundesinnenministerium, Bundesfamilienministerium, Auswärtigem Amt, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, der Bundeszentrale für politischen Bildung und der Robert Bosch Stiftung.

Zurückgewiesen hat Friedrich dagegen die Forderung mehrerer muslimischer Organisationen, Sicherheitsthemen künftig aus dem Gesprächsforum auszuklammern. Das sei "völlig unsinnig", sagte der Innenminister. Die Themen Terror und Sicherheit hätten auf der DIK noch nie eine Rolle gespielt.