Boston-AnschlagMutmaßlicher Boston-Attentäter wurde heimlich beerdigt

Tamerlan Zarnajew ist unter Ausschluss der Öffentlichkeit beigesetzt worden. Das Grab liegt nicht in Massachusetts. Genauere Angaben zum Ort machte die Polizei nicht.

Tamerlan Zarnajew (Archivbild)

Tamerlan Zarnajew (Archivbild)  |  © Glenn DePriest/Getty Images

Der Leichnam des mutmaßlichen Bombenlegers von Boston ist heimlich begraben worden. Eine genaue Angabe über den Ort der Grabstätte machte die Polizei in ihrer Mitteilung nicht. Sie liege aber außerhalb des Bundesstaates Massachusetts.

Zuvor hatten sich mehrere Friedhöfe in der Region geweigert, die sterblichen Überreste von Tamerlan Zarnajew aufzunehmen. Er lag bisher in einem Leichenschauhaus in der Stadt Worcester.

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Der 26-Jährige soll mit seinem jüngeren Bruder Dschochar Zarnajew während eines Marathons in Boston zwei Bomben gezündet haben. Bei dem Terroranschlag am 15. April starben drei Menschen, weit mehr als 200 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Tamerlan Zarnajew kam bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei ums Leben. Sein 19 Jahre alter Bruder befindet sich in Haft.

Die Geschehnisse waren am Donnerstag auch Gegenstand einer Anhörung im US-Kongress in Washington. Dabei ging es vor allem um die Frage, ob frühere Hinweise des russischen Geheimdienstes über Tamerlan Zarnajew von den US-Behörden falsch eingeschätzt worden waren. 

Die Bundespolizei FBI und der Geheimdienst CIA sollen Tamerlan Zarnajew bereits lange vor dem Anschlag im Visier gehabt, aber keine Terrorgefahr festgestellt haben.  

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Leserkommentare
  1. 1. […]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf nicht belegte Behauptungen. Danke, die Redaktion/jp

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    an dieser Stelle an die sterblichen Überreste der Opfer vom 11. September zu errinnern, die auf einer Müllkippe gefunden wurden.

    Man kann die bittere amerikanische Realität nicht einfach wegzensieren liebe Redaktion.

  2. was auch immer sie aus Hass, Verblendung oder anderen Gründen getan haben, eine Bestattung und ein Grab verweigert, ist ebenfalls brutal.

    Da muss ich an die Antigone denken, die trotz des Verbotes der Bestattung und unter Aufgabe ihres eigenen Lebens, einen Leichnam beerdigte, um die Menschenwürde aufrechtzuerhalten.

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    • Simonj
    • 10. Mai 2013 6:59 Uhr

    Leider ist die Geschichte als ein moralisch rechtmäßiges Aufbäumen der Unterdrückten gegenüber einem tyrannischen Herrscher zu deuten. Der Herrscher unterdrückt dieses Aufbäumen und wird in der Folge mit dem Verlust seiner Kinder und Frau bestraft und so auf den Pfad der Tugend zurückgebracht.

    In diesem Fall ein sehr ungeschickter Vergleich!!!

    Ebenfalls ging es bei der Bestattung des Toten nicht um die "Aufrechterhaltung der Menschenwürde", sondern darum, dem Toten den Weg ins Totenreich zu ermöglichen. Und dies war nur durch Bestattung möglich...

    Bitte achten Sie auf die richtige Verwendung von historischen Schriften, vielen Dank!

  3. Gewaltaktionen in den USA, bei nahe jede Woche und immer wenn ein Muslim der Protagonist ist, wird da solch ein Terz draus gemacht.
    Nicht das diese schreckliche Tat relativiert werden soll, aber ist es wirklich zwingend die Religionszugehörigkeit des vermeintlichen Täters zu nennen.
    Bestärkt es nicht unnötig die ehe schon zu zahlreichen Islamhasser?

    6 Leserempfehlungen
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    Die Religionszubehörigkeit sollte ruhig benannt werden, wenn die Tat religiös motiviert war. Und bei den religiös motivierten Anschlägen ist der Islam nun mal ganz vorne mit dabei, auch wenn sie natürlich nur einen Bruchteil aller Gewalttaten darstellen.

    • Sven77
    • 10. Mai 2013 0:59 Uhr

    Aber selbstverständlich gehört die Relegionszugehörigkeit genannt, da sie wesentlich dazu beträgt, die Hintergründe der Tat zu verstehen.
    Es ist schon zuviel, wenn in Deutschland die wesentliche Informationen in Verbrechensmeldungen weggelassen werden, da sie nicht "politisch korrekt" sind.

    3."3. Da passieren unzählige
    Gewaltaktionen in den USA, bei nahe jede Woche und immer wenn ein Muslim der Protagonist ist, wird da solch ein Terz draus gemacht."

    Haben Sie denn überhaupt schon einmal darüber nachgedacht,warum dies so ist..alle heimtückigen und feigen Morde aus besonders extremst niedrigen Beweggründen muß man da erwähnen,und wenn man in einem Land aufgenommen wird und das Studium ermöglicht bekommt,und dann völlig Unbeteiligte aus extremst niedrigen Beweggründen verstümmelt und ermordert,nun,da hat man sich vorher selber seiner Menschenwürde beraubt,
    heißt solche Mörder haben sich jeder Menschenwürde selber entledigt,da bleibt nichts mehr was noch zu rauben wäre.Absolut gar nichts.

  4. 4. Zitat:

    .
    "... Zuvor hatten sich mehrere Friedhöfe in der Region geweigert, die sterblichen Überreste {...} aufzunehmen ..."

    Heimlich verbrennen und in's Meer schütten ist doch auch so eine erprobte Ami-Methode, um unliebsame Reste loszuwerden von offiziös selbsterlegten Terrorverdächtigen ...

    Dieser Staat macht seinem Friedensnobelpreisträger vornedran ähnlich viel Ehre wie die EU ihrem Preis ...

    3 Leserempfehlungen
  5. 5. […]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf überzogene Polemik. Danke, die Redaktion/jp

  6. Die Religionszubehörigkeit sollte ruhig benannt werden, wenn die Tat religiös motiviert war. Und bei den religiös motivierten Anschlägen ist der Islam nun mal ganz vorne mit dabei, auch wenn sie natürlich nur einen Bruchteil aller Gewalttaten darstellen.

    3 Leserempfehlungen
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    Aber gibt es bereits belegte Aussagen des Überlebenden, dass es sich hier überhaupt um einen religiös motivierten Anschlag handelt?

  7. Aber gibt es bereits belegte Aussagen des Überlebenden, dass es sich hier überhaupt um einen religiös motivierten Anschlag handelt?

    3 Leserempfehlungen
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    Er hat selbst gesagt, dass er "den Islam verteidigen" wollte.

    http://www.zeit.de/gesell...

    • Sven77
    • 10. Mai 2013 0:59 Uhr

    Aber selbstverständlich gehört die Relegionszugehörigkeit genannt, da sie wesentlich dazu beträgt, die Hintergründe der Tat zu verstehen.
    Es ist schon zuviel, wenn in Deutschland die wesentliche Informationen in Verbrechensmeldungen weggelassen werden, da sie nicht "politisch korrekt" sind.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, jt
  • Schlagworte Tamerlan Zarnajew | CIA | FBI | Bundespolizei | Geheimdienst | Marathon
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