Die Behörden gehen davon aus, dass sich nach dem Tornado im US-Bundesstaat Oklahoma keine Menschen mehr unter den Trümmern befinden. Der zuständige Feuerwehrchef sagte, er rechne "zu 98 Prozent" damit, dass keine weiteren Tote und Überlebenden entdeckt werden. Offiziellen Angaben zufolge starben bei dem Wirbelsturm 24 Menschen, mehr als 230 wurden verletzt.

Für den Wiederaufbau versprach Präsident Barack Obama rasche Hilfe. "Da sind nun leere Flächen, wo einst Wohnzimmer und Schlafzimmer und Klassenzimmer waren. Und wir müssen diese Orte bald wieder mit Liebe und Lachen und Gemeinschaft füllen", sagte Obama.

Am stärksten betroffen ist die Ortschaft Moore in der Nähe von Oklahoma-City, die in großen Teilen zerstört wurde. Der Tornado, der am Montagnachmittag mit Windgeschwindigkeiten von 320 Kilometern in der Stunde über die Kleinstadt fegte, schlug eine gut drei Kilometer breite Schneise durch den Ort.  

Die auf Risikoabschätzung spezialisierte Agentur AIR Worldwide schätzte die Kosten für den Wiederaufbau in einer ersten Bestandsaufnahme auf etwa sechs Milliarden Dollar.

Der Sturm hatte nach Angaben der nationalen Wetterbehörde die höchste Stufe auf der in den USA gebräuchlichen Skala. Es habe sich um einen Tornado Stärke EF5 gehandelt. Zunächst hatte die Behörde von der zweithöchsten Stufe gesprochen.

Für Irritationen hatten widersprüchliche Angaben über die Opferzahlen gesorgt. Zeitweise war von über 90 Toten die Rede. Dann bestätigten Gerichtsmediziner die Zahl von 24 Toten. Offenbar seien Leichen doppelt gezählt worden, hieß es zur Begründung.