MassendemonstrationenHunderttausende protestieren für ein "besseres Brasilien"

Brasilien erlebt die größten Proteste seit 20 Jahren. Hunderttausende demonstrierten im ganzen Land gegen Korruption und Misswirtschaft. In Rio kam es zu Ausschreitungen.

Tausende Menschen in Belo Horizonte demonstrieren vor dem Mineirao Stadion, wo gerade der Confed Cup ausgetragen wird.

Tausende Menschen in Belo Horizonte demonstrieren vor dem Mineirão-Stadion, wo gerade der Confed Cup ausgetragen wird.  |  © Pedro Vilela/Reuters

Ein Jahr vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien wächst im Land die Unzufriedenheit der Menschen mit der Politik der Regierung. Landesweit gab es am Montag Protestaktionen gegen Misswirtschaft und Korruption, unter anderem in São Paulo, Rio de Janeiro, Belo Horizonte und Brasilia. Mehr als 200.000 Menschen beteiligten sich daran.

Während die meisten Demonstrationen friedlich verliefen und eher den Charakter von Festivals hatten, kam es in Rio zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten. Einige Teilnehmer warfen Steine und Molotow-Cocktails auf die Polizisten, zündeten ein Auto an und randalierten an öffentlichen Gebäuden. Die Beamten setzten Tränengas und Gummigeschosse ein. Auch in der Hafenstadt Porto Alegre kam es zu Sachbeschädigungen. Tausende Polizisten waren insgesamt im Einsatz.

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Anlass der Proteste war die jüngste Anhebung der Fahrpreise in verschiedenen Städten des Landes. In São Paulo wurden die Preise für Bustickets etwa von 3,00 Reais auf 3,20 Reais (umgerechnet etwa 1,10 Euro) teurer, in Rio de Janeiro von 2,75 auf 2,95 Reais. Die Preiserhöhungen sind jedoch nur ein Ausdruck für grundlegende Probleme in dem Land.

Inflation und Korruption beunruhigen viele Brasilianer

Nach einer langen Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs wächst in Brasilien die Unzufriedenheit mit der Regierung von Präsidentin Dilma Rousseff. Bereits seit zwei Wochen kommt es immer wieder zu Demonstrationen, die sich gegen Korruption in der Verwaltung, gestiegene Lebenshaltungskosten und zunehmende Kriminalität richten.

Mittlerweile sorgen aber auch die hohen Kosten der Fußball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr für Unmut. Auf Plakaten forderten Demonstranten ein "besseres Brasilien" und mehr Geld für Hospitäler, Schulen und Universitäten. "Ich lass' die WM sausen und will mehr Geld für Gesundheit und Bildung", skandierten Demonstranten, zu der vor allem in sozialen Netzwerken im Internet aufgerufen worden war.  

Alleine die Fußball-WM kostet etwa elf Milliarden Euro

Kurz vor den Protesten am Montag warnte Sportminister Aldo Rebelo: "Wir werden es nicht zulassen, dass Demonstrationen die Ereignisse stören, die wir hier veranstalten wollen." Staatschefin Dilma Rousseff bemühte sich später offensichtlich um Entspannung. Friedliche Demonstrationen seien "legitim und Teil der Demokratie", sagte sie.

Noch bis Ende Juni wird in Brasilien der Confed Cup ausgetragen. Nach dem Fußball-Turnier findet Ende Juli in Rio de Janeiro der Weltjugendtag der katholischen Kirche statt. Im kommenden Jahr ist Brasilien Gastgeber der Fußballweltmeisterschaft, zwei Jahre später sollen in Rio de Janeiro die Olympischen Spiele ausgetragen werden. Allein für die Fußball-WM rechnet Brasilien mit Kosten von umgerechnet rund elf Milliarden Euro.

Brasiliens Wirtschaftswachstum lag im ersten Quartal 2013 nur noch bei 0,6 Prozent. Die Inflationsrate stieg hingegen bis Mai auf 6,5 Prozent, die Lebensmittelpreise stiegen sogar um 13 Prozent.

Aktuelle Informationen über die Proteste liefern die größten Zeitungen des Landes, O Globo und Folha de S. Paulo. Letztere bietet auch eine englische Online-Version.

Verschiedene Medien, aber auch private Seiten bieten Livestreams an, die das aktuelle Geschehen auf den Straßen abbilden sollen. Etwa UOL, Anonymous Brasil oder O Globo. 

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Leserkommentare
  1. endlich einer der seltenen Artikel über den aufstehenden Wirtschaftsriesen auf der anderen Seite des Teiches.
    Danke dafür, Südamerika fällt in der Berichterstattung der westlichen Medien viel zu sehr unter den Tisch, gemessen an den Ressourcen dieses Kontinentes und der Anzahl der Menschen die dort leben, sollte man diesem weit mehr Aufmerksamkeit schenken, als bisher!
    13,5% (!!!) Preissteigerung bei Lebensmitteln, das knechtet vor allem die armen Menschen.

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    • krabak
    • 18. Juni 2013 9:12 Uhr

    sind die zwei Hebel, mit denen die verschiednen Humankapitalherden in den verschiedenen "emerging marktes" eingesetzt werden, um in der Zeit der "rising tides", also der explodierenden Finanzspekulations- und -anlagenbetrugsgewinne und Vorstands- und Aufsichtsratsbelohnungen (inkl. der attachierten Helferchen des Berater-, Controller-, Analysten- und Strategistensektors), dafür sorgen, dass das "lifting of the Yachts" so problemlos und effizent erfolgt, wie es auf dem "The Plutonomy Symposium" der Citgroup Corp., N.Y. im Jahre 2006 vom "Global Investigator" am 29. September 2006 so beeindruckend publiziert wurde.

    Interessant dabei ist, wie ahnungslos und blind die breiten Öffentlichkeiten diese Etablierung der neuen Geldwirtschaftsdiktaturen geschehen lässt, obwohl doch damit die eigene, grauenvolle Zukunft damit definiert wird.

    Ein Sakrilig der folgende Satz, ich weiss. Aber doch einer, der exakt beschreibt, womit wir es zu tun bekommen: Die Endlösung der Humankapitalkostenfrage.

    Ob diese neue Endlösung in eine moderne, autoritär-terroristische Plutokratie führen wird, hängt von der Klugheit oder der Dummheit der Menschen dieser Tage ab. Ein Beitrag zum Scheitern dieses neuen Finanzterrorsystems ist in jedem Falle auch eine breite öffentliche Diskussion über die real-existierende Neuen Soziale Marktwirtschaft in Deutschland.

    • krabak
    • 18. Juni 2013 8:57 Uhr

    die neue Weltwirtschaftsideologie, sind wohl die drei Grundpfeiler jenes neuen amerikanischen Gesellschafts- und Wirtschaftssystems, das unter den Schlagbegriffen "PLUTONOMY & PLUTONOMICS", "PLUTOCRACY & PLUTOCRATS" den gemeinsamen Nenner für die Unruhen und Skandale in der Türkei, in Brasilien, Spanien, Frankreich, der Teschechischen Republik und, und, und gefunden werden kann. Vorausgesetzt, dass da überhaupt einer ist, der sich für die neue Viper interessiert, die da in ihrem Schlangenei ausgebrütet wird.

    Aber ohne die Erkenntnis, wie die neuen Geldwirtschaftsdiktatur in den verschiednen Ländern angelegt ist, funktioniert und von den etablierten politischen Organisationen so vehement verteidigt wird, wird es bei den ja doch recht wirkungslosen, weil unwissenden und blindwütigen Gewaltexzessen wie heute in der Türke und morgen vielleicht in Brasilien bleiben.

    Erschreckend ist die offenkundige Unwissenheit und Uninformiertheit unserer intellektuellen und akademischen Führungsschicht, die nicht im Stande ODER auch gar nicht willens ist, die Zusammenhänge zwischen den Texten
    a) The iron heel, Jack London, 1908 - und
    b) Industry Note, Citgroup Corp., N.Y., Oct. 16, 2005 - Title: PLUTONOMY - BUYING LUXURY, EXPLAINING GLOBAL IMBALANCES - sowie
    c) Equity Strategy, Citigroup Corp., N.Y., Sept. 29, 2006 - Title: THE PLUTONOMY SYMPOSIUM - RISING TIDES, LIFTING YACHTS
    herzustellen.

    Ob Gewalt gegen diese neuen Geldwirtschaftsnazisysteme ausbleibt, ist aber höchst fraglich.

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    • xNCx
    • 18. Juni 2013 9:08 Uhr

    von Brasilianisierung wenn er von der zukünftigen sozialen und wirtschaftlichen Spaltung sowie Degeneration berichtet.

    Nach einer langen Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs wächst in Brasilien...

    Was da aufgeschwungen ist, sind nur die üblichen Pseudo-Benchmarks, die nichts über die Lebenswirklichkeit der Mehrzahl der Menschen aussagt.

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    • TDU
    • 18. Juni 2013 9:35 Uhr

    Mit Brasilinaierungw aren auch die persönliche Verhältnisse gemeint. das Auseinandriften persönlicher Beziehungen wegen unmittelbat persönlicher Bedürfnisbefriedigung. Die durch ihre Väter ins Leben geworfenen und danach allein gelassenen Strassenkinder von Rio bezeugen das.

    Zit: "Was da aufgeschwungen ist, sind nur die üblichen Pseudo-Benchmarks, die nichts über die Lebenswirklichkeit der Mehrzahl der Menschen aussagt."

    Da ist richtig. Aber leider taugt der grüne Entwurf des "Lebensqualitäts BIP" nicht als Alternative. Nicht nur dass er Bevormundung voraussetzt. Er funktioniert nur mit von oben begrenzten Lebens- Arbeits- und Entwicklungsmöglichkeiten für den Einzelnen.

    Undleider schaft auch der Club of Rome nur Abhilfe durch Verzicht, was im Grunde genommen die "da oben" oben belässt. Geändert wird nur das allgemeine Niveau. Der Unterschied bleibt.

    Es ist egal ob der eine 100 hat und der andere 30, und bei Absenkung der eine 80 und beim anderen 24 verbleiben. Entscheidend kann nur die Teilhabe und das Mitmachenkönnen an einem "Gesamten" sein.

    • krabak
    • 18. Juni 2013 9:12 Uhr

    sind die zwei Hebel, mit denen die verschiednen Humankapitalherden in den verschiedenen "emerging marktes" eingesetzt werden, um in der Zeit der "rising tides", also der explodierenden Finanzspekulations- und -anlagenbetrugsgewinne und Vorstands- und Aufsichtsratsbelohnungen (inkl. der attachierten Helferchen des Berater-, Controller-, Analysten- und Strategistensektors), dafür sorgen, dass das "lifting of the Yachts" so problemlos und effizent erfolgt, wie es auf dem "The Plutonomy Symposium" der Citgroup Corp., N.Y. im Jahre 2006 vom "Global Investigator" am 29. September 2006 so beeindruckend publiziert wurde.

    Interessant dabei ist, wie ahnungslos und blind die breiten Öffentlichkeiten diese Etablierung der neuen Geldwirtschaftsdiktaturen geschehen lässt, obwohl doch damit die eigene, grauenvolle Zukunft damit definiert wird.

    Ein Sakrilig der folgende Satz, ich weiss. Aber doch einer, der exakt beschreibt, womit wir es zu tun bekommen: Die Endlösung der Humankapitalkostenfrage.

    Ob diese neue Endlösung in eine moderne, autoritär-terroristische Plutokratie führen wird, hängt von der Klugheit oder der Dummheit der Menschen dieser Tage ab. Ein Beitrag zum Scheitern dieses neuen Finanzterrorsystems ist in jedem Falle auch eine breite öffentliche Diskussion über die real-existierende Neuen Soziale Marktwirtschaft in Deutschland.

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    • TDU
    • 18. Juni 2013 9:17 Uhr

    Schon vor ein paar Jahren stand in der Presse auch in der Zeit sinngemäß geschrieben: Die Perspektivlosigkeit und das Abgehängt Sein junger Menschen im besten Alter wird Anlass für Konflikte und auch bewaffenete Auseinandersetzungen sein.

    In Europa sind die Sozialkassen immer noch gut gefüllt bei vergleichsweise hohen Lebens- und infrastruktullen Standards. Aber wenn sich Spaniens Jugendarbeistlosigkeit verbreiten würde wärs bedroht. Wenn die Freiheit sich nur danach richtet wieviel Geld man hat, ist sie eben nur dieses Ged wert.

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    • caradt
    • 18. Juni 2013 9:22 Uhr

    gehen die Menschen auf die Straße in diesem Land in dem das soziale Denken und Handeln im 19ten Jahrhundert stehengeblieben zu sein scheint.
    Kindische Parties in Saus und Braus der Reichen und Superreichen, während die Mehrheit nicht nur dahinsiecht, sondern auch keine Chance hat, sich ihren Möglichkeiten entsprechend zu bilden, sich zu entwickeln und schliesslich das Land in ein besseres zu verändern!
    Ich wünsche den Menschen friedliche Demonstrationen, dass sie all diese
    Großveranstaltungen für ihre Anliegen als Forum verwenden und besonders:
    Erfolg!

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    über Brasilien. 190Millionen Einwohner auf einer Fläche, die ein eigener Kontinent sein könnte und fast 1Million Quadratkilomenter größer ist, als Australien. Alleine diese Kennzahlen sollten zunächst stutzig machen. Brasilien ist ein Land, in dem das Vermögen extrem ungleich verteilt ist, aber die Gründe dafür sind in der Historie des Landes zu suchen. Noch in den 80ern herrschte eine Militärdiktatur und starke Misswirtschaft. Man bedenke, wie sich die DDR entwickelte und wie der Osten Dtl. sich nach der Wiedervereinigung entwickelt hat. Infrastrukturell in weiten Teilen zurückgeblieben, keine Ansiedlung von Firmen, Arbeitslosigkeit und Spekulationen. Wenn man diesen Prozess dann auf ein riesiges Land, wie Brasilien überträgt, dann muss sich doch automatisch die Frage stellen, wie soll es zu flächendeckender sozialer Gerechtigkeit in so kurzer, historischer Zeit kommen? Noch vor etwas mehr als 20 Jahren, musste Brasilien einen Staatsbankrott hinnehmen,nur dass die alten Eliten sich in Sicherheit brachten. Korruption war in den letzten Jahren/Jahrzehnten immer wieder ein Problem und Anlass für Frustration, aber wie lässt sich diese bei einem Land mit diesen Kennzahlen realistisch eindämmen? Hinzu kommen noch ethnische Konflikte, Stadtrivalitäten. Bei all diesen Problemen wäre es Schade, Brasilien nur darauf zu reduzieren, also auf die historisch gewachsenen Probleme und der aktuell schwierigen Situation. Im Bezug auf den Fußball sei erwähnt, dass die Stadien (außer in ...

    Von der Machtübernahme Hitlers bis zur Gründung der BRD waren es 16 Jahre, weitere 10 Jahre später war das "Wirtschaftswunder" voll im Gange. Das ist nur ein Beispiel!
    Wenn der politische und gesellschaftliche Wille da sind, verändert sich ein Staat in sehr kurzer Zeit.

  2. in der Tat verwundert sein über die Summen, die für die Organisation einer zweiwöchigen Sportveranstaltung ausgegeben werden.

    Bisweilen werden ganze Stadtteile aus dem Boden gestampft oder umgestaltet, um für Fußballfeste oder auch Olympische Spiele genormte, fernsehkompatible Stadien zu schaffen. Die Projekte werden zwar auch mit Steuereinnahmen bezahlt, die 'zivilen' Nutzungspläne für die Zeit nach den Sportveranstaltungen gehen allerdings oft nicht auf (siehe Olympische Sportstätten in Athen) ...

    Daher finde ich den Unmut in Brasilien sehr nachvollziehbar. Auch wenn der Protest wohl zu spät kommt, um noch irgendeines der Projekte stoppen zu können. Hoffentlich verläuft alles friedlich und ohne Verletzte!

    Falls die Planung von staatlichen geförderten Großbauprojekten zukünftig transparenter und in besserer Abstimmung mit der betroffenen Bevölkerung verlaufen sollte, hätte sich der Protest derjenigen gelohnt, die in Stuttgart, Istanbul oder Rio auf die Straße gehen.

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    Hat es denn seit Sydney je noch mal eine solche Großveranstaltung gegeben, bei der sich mehr oder weniger deutlich erzwungene Großbauten, Umsiedlungen, Enteignungen und toll gemeinte neue Infrastruktur auch nur annhähernd gerechnet hätten?

    Athen, Peking, Aserbeidschan (ESC), Südafrika, jetzt Sotschi - völlig falsche Signale zur völlig falschen Zeit in den falschen Ländern. London geht nicht so leicht pleite nach Olympia, weil es von vornherein andere Strukturen gab, vor allem politisch andere, auch Katar wird nicht pleite gehen. Aber die langfristige Wirkung ist fatal und wird noch als harmloseste Folge dazu führen, dass es immer weniger Bewerber für solche Sausen geben wird (jetzt schon ist ein starker Rückgang von Interessenten z.B. für die Winterspiele ab 2022 festzustellen).

    Aber völlig fern von jeglichem gesunden Verstehen ist diese totale Willenlosigkeit, mit der sich dann die jeweiligen Veranstalterstädte den Fifa- oder IOC-Vorgaben unterordnen.

    Aber wahrscheinlich haben "wir" es nicht anders verdient. So lange genügend Karten und Fernsehrechte verkauft werden können, gibt es ja auch keinen Grund, was zu ändern...

    • TDU
    • 18. Juni 2013 9:35 Uhr

    Mit Brasilinaierungw aren auch die persönliche Verhältnisse gemeint. das Auseinandriften persönlicher Beziehungen wegen unmittelbat persönlicher Bedürfnisbefriedigung. Die durch ihre Väter ins Leben geworfenen und danach allein gelassenen Strassenkinder von Rio bezeugen das.

    Zit: "Was da aufgeschwungen ist, sind nur die üblichen Pseudo-Benchmarks, die nichts über die Lebenswirklichkeit der Mehrzahl der Menschen aussagt."

    Da ist richtig. Aber leider taugt der grüne Entwurf des "Lebensqualitäts BIP" nicht als Alternative. Nicht nur dass er Bevormundung voraussetzt. Er funktioniert nur mit von oben begrenzten Lebens- Arbeits- und Entwicklungsmöglichkeiten für den Einzelnen.

    Undleider schaft auch der Club of Rome nur Abhilfe durch Verzicht, was im Grunde genommen die "da oben" oben belässt. Geändert wird nur das allgemeine Niveau. Der Unterschied bleibt.

    Es ist egal ob der eine 100 hat und der andere 30, und bei Absenkung der eine 80 und beim anderen 24 verbleiben. Entscheidend kann nur die Teilhabe und das Mitmachenkönnen an einem "Gesamten" sein.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, dpa, ds
  • Schlagworte Dilma Rousseff | Katholische Kirche | Entspannung | Euro | Festival | Fußball-WM
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