TürkeiTausende Istanbuler widersetzen sich der Polizei

Nach einer Nacht mit mehr als 60 Festnahmen und 100 Verletzten sind in Istanbul Demonstranten erneut auf die Straße gegangen. Die Polizei reagiert mit Tränengas.

Demonstranten protestieren in Istanbul gegen die türkische Regierung.

Demonstranten protestieren in Istanbul gegen die türkische Regierung.  |  © Murad Sezer /Reuters

In Istanbul sind auch am Samstag Tausende gegen den türkischen Premier Recep Tayyip Erdoğan und dessen brutalen Polizeieinsatz auf die Straße gegangen. Medienberichten zufolge haben sich die Demonstranten am Morgen von der asiatischen Seite der Stadt aus an einem Fußmarsch über die Bosporusbrücke in Richtung des zentralen Taksim-Platzes beteiligt.

Dort demonstrieren seit Freitag Bürger gegen die gewaltsame Räumung eines türkischen Protestcamps in Istanbul. In der Nacht kamen ebenfalls Tausende Menschen zum Taksim-Platz, andere Quellen sprachen von Zehntausenden Teilnehmern. Bei Zusammenstößen mit der Polizei wurden Demonstranten zufolge zahlreiche Menschen verletzt.

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Auslöser der Proteste war die brutale Auflösung eines Protestcamps gegen die Fällung von 600 Bäumen für den Bau eines Einkaufszentrums im Gezi-Park neben dem Taksim-Platz. Umweltschützer kritisieren, dass in Istanbul immer mehr Grünflächen für Neubauten geopfert werden. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan hatte gesagt, dass die Pläne für den Bau im Gezi-Park ungeachtet der Demonstrationen durchgesetzt würden.

Inzwischen richten sich die Proteste nicht nur gegen das Bauprojekt, sondern zunehmend gegen die Regierung von Erdoğan. "Tayyip, schau wie viele wir sind", riefen die Demonstranten und forderten den Rücktritt der Regierung. Dabei schlugen sie auf Kochtöpfe, vielfach ermutigt von den Bewohnern. Auf einer Hauptstraße zündeten Protestierende in der Nacht Container der beteiligten Baufirmen an. Viele Demonstranten warfen der konservativen Regierung autoritäres Gebaren und die Islamisierung der Gesellschaft vor.

Die Polizei sprach am Samstagmorgen von 63 Festgenommenen. Amnesty International berichtete von mehr als 100 Verletzten, von diesen wurden nach offiziellen Angaben zwölf im Krankenhaus behandelt, darunter eine Frau mit einem Schädelbruch.

Demonstrationen auch in Ankara

Am Freitag hatte die Polizei Demonstranten mit Wasserwerfern beschossen und so viel Tränengas eingesetzt,  dass die Luft in den angrenzenden Stadtteilen von Gas durchzogen war. Demonstranten warfen Steine auf die Einsatzkräfte. Mehrere Straßen waren mit Pflastersteinen und Tränengashülsen übersät, andere von improvisierten Barrikaden blockiert.

Ärzte richteten ein Notfallzentrum zur Behandlung der Verletzten ein. Hunderte Demonstranten suchten in Büros von Gewerkschaften Zuflucht. Von einem Krisenzentrum aus versuchten Aktivisten, einen Überblick zu bekommen und Inhaftierten Anwälte zu vermitteln.

Die größte türkische Oppositionspartei forderte Erdoğan dazu auf, die Situation zu deeskalieren. Die Polizei müsse vom zentralen Taksim-Platz abgezogen werden, zitierten türkische Medien am Samstag den Vorsitzenden der Republikanischen Volkspartei CHP, Kemal Kılıçdaroğlu. Das Bauprojekt müsse nun ersteinmal gestoppt werden, so wie es ein Gericht in Istanbul angeordnet hatte.

In mehreren anderen Städten der Türkei gab es Proteste aus Solidarität mit den Demonstranten in Istanbul. In Ankara setzte die Polizei ebenfalls Tränengas gegen die Protestierenden ein. Viele türkische Fernsehsender und auch die Zeitung Sabah berichteten auffällig zurückhaltend über die Demonstrationen.   

Auf Tumblr sammeln Demonstranten unter dem Hashtag occupgezi Fotos von den Protesten in Istanbul.

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Leserkommentare
    • p16
    • 01. Juni 2013 9:34 Uhr

    "Viele türkische Fernsehsender berichteten auffällig zurückhaltend über die Demonstrationen."

    Und hier wiederum wird auffällig umfangreich berichtet. Ob das wirklich eine so große Nummer ist, wie man uns hier glauben lassen will?

    7 Leserempfehlungen
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    • adco
    • 01. Juni 2013 9:46 Uhr

    unsere Medien finden die Sache so geil weil es wie bei den Grünen in Stuttgart ist.

    In einer Stadt mit über 12 Millionen Einwohner sind tausende recht wenig.

    Es ist hier wirklich zu vergleichen wie mit der NSU Berichterstattung in der Türkei, es interessiert die wenigsten, aber die Deutsche Presse umso mehr.

    Es passt halt in Deutschland vielen Journalisten da es irgendwie zu deren Lieblingspartei Die Grünen passt.

    Große Nummer mag ich nicht zu beurteilen, aber die Brutalität ist da.

    Siehe hier: Frau mit Schädelbruch, da mit Tränengas angeschossen. Link sollte niemand unter 18 anklicken, "not suitable for all ages".
    http://www.liveleak.com/v...

    • iawdw
    • 01. Juni 2013 10:10 Uhr

    Was Zeit-Online nicht schreibt, aber worauf man anspielt, ist die Verquickung von Regierung und vieler Massenmedien in der Türkei.

    Und spätestens als bekannt wurde, dass sogar in eine (angeblich geschlossene) U-Bahnstation massig Tränengas eingeleitet wurde, sollte die Dimension bewusst werden. Dort hielten sich nicht irgendwelche Untergrundkämpfer, sondern unbewaffnete Menschen jeden Alters auf. Erdogan versucht mit vollkommen übertriebener Gewalt, friedliche Proteste im Keim zu ersticken - und das nicht zum ersten Mal.

    Übrigens berichten auch andere Internationale Medien über die Proteste und die Polizeigewalt, die eher an den Arabischen Frühling als an S21 erinnern. http://www.washingtonpost...

    • hakeen
    • 01. Juni 2013 10:24 Uhr

    Ich sehe schon lustige Kommentare hier, sehr wahrscheinlich Manche von Türken/Deutsch Türken.

    In der Türkei die große Medien sagt nichts gegen jetzige Regierung.
    Dafür bekommt man als Belohnung "lukrative" Geschäfte. Die Letzte war "Galataport" (ein Hafen wird zum Shopping Malls, Residences etc umgebaut). Es ist eine stattliche Privatisierung eines alten Hafens in Istanbul. Der erste Gewinner des Angebots war ein israeli Businessman (heißt Sami Ofer und 3,5 Milliarden Euro gegeben). Irgendwie(!) dieses Angebot wurde später abgesagt(!) und ein neues Auktion wurde gemacht. Jetzt hat der Besitzer (Mr. Ferit Sahenk) des großten Nachrichtenkanals i.d. Türkei NTV es nur für 0,7Millarden bekommen.
    1/5tel der ersten Preise!!!!

    Was würde passieren, so was in Deutschland wäre?

    Und in diese NTV gestern gab es nur 2 min Nachrichten über die Riots in der PrimeTime (19Uhr-20Uhr) Nachrichten!!! Ist das ein Zufall?? Die wichtigste Sache im Land wurde mit zensuierte Bilder für solche kurze Zeit gennant.

    Natürlich war nichts zu hören von staatlichen Medien!!!

    Kein Kommentar mehr!!!!

    • TLP
    • 01. Juni 2013 10:28 Uhr

    gorosse nummer hin oder her, das interessante daran ist wohl eher, wie der demokratische staat mit demonstationen und demonstranten umgeht. erdogans vorgehensweise bestätigt, was liberale türken bei seiner wahl befürchtet haben: beschränkung und islamisierung der demokratie.

    • bino
    • 01. Juni 2013 10:38 Uhr

    Als Student, der gerade in Istanbul ist kann ich sagen:

    Es ist allerdings eine große Sache. Im Vergleich zu der Situation in der Stadt letzte Nacht, finde ich die Berichterstattung der deutschen Medien noch viel zu milde. Im Laufe des Tages und der Nacht wurden nicht nur Demonstranten, sondern auch unbeteiligte Bürger und Touristen in der Innenstadt mit Wasserwerfern und Tränengas bombadiert. Die türkischen Medien wurden lahm gelegt und stehen unter dem Einfluss der Regierung, sodass eine neutrale Berichterstattung von deren Seite kaum zu erwarten ist.

    Die Bilder von letzter Nacht sprechen schon für sich:
    http://occupygezipics.tum...

    • oh.stv
    • 01. Juni 2013 12:05 Uhr

    heil froh DASS die Deutsche Presse mal "umfangreich" über Proteste im Ausland berichtet.
    Gibt genug Beispiele wo das nicht geschah.

    • LaFata
    • 01. Juni 2013 13:36 Uhr

    Was hier merkwürdigerweise keines der Medien berichtet, dass es wohl schon mehrer Tote dort gab und dass massenweise Gasgranaten eingesetzt werden Das erzählt mir aber mein Freund aus Istanbul.

    Ich denke dass hier einige das Ausmaß unterschätzen:

    http://occupygezipics.tum...

    Besser mal informieren als hier "eigene Meinungen" zu verbreiten.

    Sie liegen völlig falsch mit ihrer kenntnisfreien Verharmlosung. Erdogan setzt sich über einen Gerichtsentscheid hinweg, um seinen undemokratischen Islamoneoliberalismus durchzusetzen. Sogar NY hat seinen Central Park, London nicht nur seinen HydePark, Paris nicht nur seinen Jardin de Luxembourg, Rom den Giardino Borghese und Berlin seinen Tiergarten. Auch ohne je in Istanbul gewesen zu sein, kann man sich die Riesenfläche vorstellen, wenn es um 600 Bäume geht. Dass die türkischen Medien gekauft und korrupt sind, ist offensichtlich.

  1. Wir sollten die Türkei in die EU aufnehmen, sie haben anscheinend schon genug von uns gelernt...

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    die Reaktion der Polizei undd amit der Politik ist nicht die einer Islamistischen oder undemokratischen perse, sondern einer konservativen, dem Hardliner-Tum entsprechenden. In besonders Konseravtiven Regierungen sehen wir das ja auch in Deutschland, wie in Ba-Wü unter Mappus. Aber die Bürger waren dort weiter als die Politik und somit wurde Mappus und Co abgewählt. Ich hoffe in der Türkei findet eine Bürgerbewegung, langfristig, statt. Es täte dem Land gut.

    • adco
    • 01. Juni 2013 9:46 Uhr

    unsere Medien finden die Sache so geil weil es wie bei den Grünen in Stuttgart ist.

    In einer Stadt mit über 12 Millionen Einwohner sind tausende recht wenig.

    Es ist hier wirklich zu vergleichen wie mit der NSU Berichterstattung in der Türkei, es interessiert die wenigsten, aber die Deutsche Presse umso mehr.

    Es passt halt in Deutschland vielen Journalisten da es irgendwie zu deren Lieblingspartei Die Grünen passt.

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    Antwort auf "Ach so."
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    Die übliche Milchmädchenrechnung. Wenn in einer Stadt mit 12 Millionen Einwohnern nur Tausende auf die Straße gehen, dann kann das ja nichts Großes sein. Ausgeklammert wird dabei jedoch, daß es um dort auf die Straße zu gehen(man denke nur an das Vorgehen der Polizei) Mut braucht, den nun mal nicht viele haben. Angst und das Gefühl von Machtlosigkeit führen dazu, daß es eben nicht mehr sind.

    Seit längerem lese ich schon Kommentare wie den Ihren unter diversen Artikeln. Ihre blinde Wut gegen alles, was von den deutschen Medien publiziert wird, erschüttert mich dabei jedes Mal.
    "Es passt halt in Deutschland vielen Journalisten" - Und deswegen berichten alle anderen internationalen Medien ebenso darüber?
    Ich war gerade erst in Istanbul und habe einige Bekannte in der Stadt. Wenn es Sie wirklich interessieren würde, dann würden sie aus Ihrer germanozentrisch-kritischen Ecke heraustreten und sich auch über die sozialen Netzwerke informieren. Denn dort rollt gerade ein Tsunami-Hilfeschrei erster Güte von den Istanbulern heran!

    Ihre Denke ist frei von Wissen.

  2. Große Nummer mag ich nicht zu beurteilen, aber die Brutalität ist da.

    Siehe hier: Frau mit Schädelbruch, da mit Tränengas angeschossen. Link sollte niemand unter 18 anklicken, "not suitable for all ages".
    http://www.liveleak.com/v...

    7 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Ach so."
  3. 1. Wer Istanbuler kennt, und das zu erwartete Vorgehen der Polizei, der weiß, dass dies schon ein wichtiger Aspekt ist. Die Regierung spaltet eben die Gesellschaft und Erdogan wird immer mehr zum Alleinherrscher, der die Islamisierung des Landes betreibt und bei Geschäften, gerne auch Immobilienprojekte, die Fäden zieht.. Das sich nun Bürger wehren ist also schon auch etwas anderes als Stuttgart21 und auch nicht nur eine unbedeutende Sache, die - Verschwörung- von der ZEIT lanciert wird.
    Aber wie bei anderen Themen, Olympia Menschenrechte China, scheint es im Forum auch immer Meinungen zu geben, die fast aus der Parteizentrale kommen könnten.

    2. Die türkischen Medien berichten natürlich sehr zurückhaltend, auch dies sollte die Machtstellung der Regierung in Frage stellen oder zumindest bedacht werden. Es ist ein Vergleich der hinkt, aber in Deutschland beim NSU Prozess Klagen und nicht an die dt. Medien und Gerichte glauben, aber in der Heimat der eher totalitären Regierung dienen.. Passt in einem modernen Europa nicht zusammen. (Und nochmals: ja, der Vergleich hinkt)

    27 Leserempfehlungen
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    Schade, dass Sie so undifferenziert schreiben.

    Die Demonstrationen in der Türkei sind seit Jahrzehnten mit Gewalt (durch die Demonstranten) verbunden.
    Schauen Sie sich einfach mal die Demos am 1. Mai an, wieviele Schaufenster die ,,friedlichen Demonstranten" einschlagen etc.

    Übrigens, die Proteste, die nach dem Rücktritt Erdogans verlangen, die sind demokratiefeindlich, da die Regierung die absolute Mehrheit der Wähler hinter sich hat.

    • TDU
    • 01. Juni 2013 10:07 Uhr

    Das war Protest gegen Baumfällungen ohne dahinterstehendes Projekt. Gabs in der BRD zig mal ohne solche Einsätze der Ornundkräfte. Alle Vergleiche mit Deutschland sind reine Spieglefechterei. Andernfalls empfehle ich den Gleichmachern ihren Lebensstil das zu pflegen und z. B. Occupy demos wie in Frankfurt da auszuprobieren.

    Kussverbote in der Öffentlichkeit, Alkohohlverbote bei einem Trinklevel, das nicht mal annähernd europäisches Niveau erreicht, dazu zunehmende Religionshoheit in staatlichen Angelegenheiten.

    Vielleicht erlebt der Islam das ein wenig benötigte Stück Aufklärung und die Türkei könnte profitieren von der allgemeinen Bewegung gegen althergebrachte feudale Verhältnisse.

    .

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  4. Ich finde es immer wieder erheiternd, wenn ich bei der Springerpresse, Focus und allerlei rechtskonservativen Medien beobachten kann, wie Kommentatoren sich bemühen, letztendlich für alles Übel der Welt die "Linkpartei" GRÜNE verantwortlich zu machen. Egal und welches Thema es geht, die Grünen sind verantwortlich. Es werden abenteuerliche Argumentationsketten aufgebaut. Mal ehrlich, Was haben die Grünen mit der Situation in der Türkei zu tun? Abolut nichts.
    Es ist eigentlich doch nicht erheiternd, wenn man Menschen beobachtet, deren Weltbild so schräg ist, dass man sie eigentlich bedauern müsste. Die Gründen eine Linkspartei? Schon diese Beurteilung zeigt, wie fernab diese Kommentare von der Realität sind. Die Grünen sind eine neoliberale Partei, die im kulturellen Bereich halt nicht auf Blasmusik und Lederhosen steht. Sie sind das, was die FDP mal in den 70ern war. Auch damals geiferten die Rechtskonservative, wie es heute bei den Grünen zu beobachten ist.

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    • y5rx
    • 01. Juni 2013 11:01 Uhr

    daß diese Leute wählen dürfen....
    Als Ex-Grün-Wähler finde ich keinesfalls, daß die Grünen momentan eine sinnvolle Politik machen. Aber Menschen, die ideologisch so verblendet sind, daß alles links von der CSU als Kommunismus beschimpft wird, sollten zwangsweise politische Bildung erhalten. :-)

    • iawdw
    • 01. Juni 2013 10:10 Uhr

    Was Zeit-Online nicht schreibt, aber worauf man anspielt, ist die Verquickung von Regierung und vieler Massenmedien in der Türkei.

    Und spätestens als bekannt wurde, dass sogar in eine (angeblich geschlossene) U-Bahnstation massig Tränengas eingeleitet wurde, sollte die Dimension bewusst werden. Dort hielten sich nicht irgendwelche Untergrundkämpfer, sondern unbewaffnete Menschen jeden Alters auf. Erdogan versucht mit vollkommen übertriebener Gewalt, friedliche Proteste im Keim zu ersticken - und das nicht zum ersten Mal.

    Übrigens berichten auch andere Internationale Medien über die Proteste und die Polizeigewalt, die eher an den Arabischen Frühling als an S21 erinnern. http://www.washingtonpost...

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    Entfernt. Bitte bleiben Sie bei der Diskussion des konkreten Artikelinhalts. Danke, die Redaktion/jp

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, kk
  • Schlagworte Polizei | Türkei | Taksim-Platz | Istanbul | Ankara | Gezi-Park
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