Im US-Bundesstaat Arizona sind 19 Feuerwehrmänner bei der Bekämpfung eines Buschbrands gestorben. Die Einsatzkräfte wurden von den Flammen eingeschlossen und konnten nicht mehr gerettet werden, sagte ein Polizeisprecher. Bei dem Unglück handelt es sich um den schwersten Unfall seit 30 Jahren in dem Bundesstaat.

Der Zwischenfall ereignete sich auf einer Anhöhe von Yarnell Hill, einer kleinen Ortschaft 120 Kilometer von Phoenix entfernt. Bereits seit Freitag brenne dort eine Fläche von 800 Hektar, sagte Feuerwehrsprecher Mike Reichling. Und das Feuer breite sich weiterhin schnell aus. Etwa 250 Häuser und damit die Hälfte der Ortschaft waren nicht mehr zu retten. 

Im gesamten Westen der USA leiden die Menschen derzeit unter einer außergewöhnlichen Hitzewelle. Bei Temperaturen von 46 Grad Celsius starb in Las Vegas ein Mann an Herzversagen in seinem unklimatisierten Haus. Helfer berichteten von zahlreichen weiteren Notrufen von Menschen, die körperlich unter dem Klima litten.

Temperaturrekorde im Westen der USA

Auf dem Flughafen in Phoenix mussten 18 Flüge gestrichen werden, weil die Werte dort mit 48 Grad Celsius die zulässige Starttemperatur für die Maschinen überschritten hätten, sagte ein Sprecher von US-Airways. Es habe sich aber lediglich um kleinere Flugzeugtypen gehandelt.

Dutzende Städte im Westen der USA meldeten Allzeit-Temperatur-Höchststände. "So ziemlich die gesamte Westküste ist betroffen", sagte der Meteorologe Todd Lericos vom Nationalen Wetterdienst.

An der Ostküste hingegen kam es durch heftige Regenfälle zu schweren Schäden. Zahlreiche Häuser wurden zerstört, ganze Regionen standen unter Wasser. Besonders betroffen war der Staat New York, wo innerhalb kürzester Zeit Flüsse über ihre Ufer traten. Gewaltige Wasserströme rissen mit sich, was ihnen im Weg stand. "Die Wassermassen kamen aus dem Nichts und zerstörten die Häuser innerhalb von wenigen Minuten", sagte Gouverneur Andrew Cuomo. "Das Schlimmste haben wir jedoch überstanden."