Vatikan : Johannes Paul II. wird heiliggesprochen

Der 2005 gestorbene Papst erhält die höchste Anerkennung der Katholischen Kirche. Johannes Paul II. soll zwei Menschen geheilt haben, was nun als Wunder anerkannt wurde.
Papst Johannes Paul II. im Jahr 2004 © Max Rossi/Reuters

Papst Johannes Paul II. wird heiliggesprochen. Das dafür notwendige Dekret unterzeichnete Papst Franziskus am Freitag im Vatikan. Zusammen mit dem 2005 verstorbenen gebürtigen Polen soll auch Papst Johannes XXIII. heiliggesprochen werden. Dazu entschied das Kirchenoberhaupt der Katholischen Kirche, die Kardinäle aus aller Welt zu einem sogenannten Konsistorium einzuberufen, um den Schritt zu besiegeln.

Noch steht das Datum für die feierliche Zeremonie nicht fest. Vatikansprecher Federico Lombardi sagte, die Heiligsprechung könnte "bis zum Jahresende" geschehen. In Vatikan-Kreisen ist bereits der 8. Dezember im Gespräch – der Tag der Unbefleckten Empfängnis.

Für eine Heiligsprechung müssen Kandidaten in der katholischen Kirche zunächst seliggesprochen werden. Für beide Stufen ist die Anerkennung eines Wunders notwendig. Vor einigen Tagen hatte die zuständige Kardinalsversammlung Johannes Paul II. ein zweites Wunder zugesprochen und somit den Weg zur Heiligsprechung frei gemacht. Es soll sich um die Heilung einer Frau aus Costa Rica handeln, die an einer Hirnverletzung litt.

Das erste vom Vatikan anerkannte Wunder des Papstes war die Heilung einer Nonne von der Parkinson-Krankheit. Dafür war Johannes Paul II. 2011 seliggesprochen worden. Die endgültige Entscheidung darüber, ob einer seiner Vorgänger selig oder heiliggesprochen wird, liegt beim Papst.

Bei Papst Johannes XXIII. etwa verzichtete das Kirchenoberhaupt auf die für gewöhnlich notwendige Vollbringung eines Wunders. Der Italiener hatte im Jahr 1962 das Zweite Vatikanische Konzil eröffnet, das als Schritt der Kirche in Richtung Moderne galt.

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Kommentare

68 Kommentare Seite 1 von 10 Kommentieren

Wenn doch die Welt so einfach wäre, ...

.. wie Sie und dandere kommentatoren es gerne möchten!

Also
1. Es muss schon ein Bezug zum Papst da sein, d.h. ein gewisser Glaube an die Heilkraft des Papstes!
2. Wenn einer Tot umfällt gibt sich die Gesellsschaft nicht mit der Tatsache zufrieden, sie will wissen warum und man sucht solange bis man eine halbwegs plausible Theorie hat.
3. Wenn einer Selbstmord begeht ohne Abschiedsbrief, er hat einfach keine Lust mehr lässt die Gesellschaft es damit nicht beruhen, es werden die Angehörigen solange genervt, bis eine eine halbwegs plausible Theorie da ist, man will ja das Verbrechen ausschließen!

Wenn es um Heilung geht, ist der Grundlegende Fehler den die Menschen wie Sie machen, dass sie an die unterbeusst an die Unfehlbarkeit der Mediziner glauben!
Hätten Sie in der Schule aufgepasst, dann wüssten sie, dass ein Mediziener nur aus der Erfahrung (statistik) heraus handelt, d.h. wenn die Behandlung bei Symptom zu 90 % anschlägt dann wird sie bei jedem Menschen mit den gleichen Symptomen probiert, wenn man zu den 10 % gehört bei dem die Methode versagt, wer soll dann diesen helfen?

Tja und wenn es der einfache Glaube an eine gute Person zuläßt, dass die Selbstheilungskräfte aktiviert werden, warum dann
1. den Menschen den Glauben durch Ignoranz nehmen wollen,
2. Sich nicht als Nichtgläubiger über die Heilung eines Kranken freuen?