Die Bundesanwaltschaft hat Wohnungen und Geschäftsräume von vier mutmaßlichen Rechtsextremisten in Norddeutschland, den Niederlanden und der Schweiz durchsuchen lassen. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft werden sie und zwei weitere in der Schweiz bereits in Haft befindliche Beschuldigte verdächtigt, eine rechtsterroristische Vereinigung gegründet zu haben. Ziel dieses "Werwolf-Kommandos" sei es gewesen, das "politische System der Bundesrepublik Deutschland zu beseitigen".

Es bestehe der Verdacht, dass die Beschuldigten terroristische Gewalttaten verüben wollten. Hierzu sollen die Rechtsextremisten laut Bundesanwaltschaft ein elektronisches Verschlüsselungsprogramm entwickelt haben, um konspirativ kommunizieren zu können.

Anhaltspunkte für konkrete Anschlagsvorbereitungen haben die Ermittler bislang nicht gefunden. Von den Durchsuchungen erhoffen sie sich Beweismittel für etwaige Anschlagspläne und -vorbereitungen.

Der Bundesanwaltschaft zufolge waren an der Razzia in Norddeutschland 50 Beamte beteiligt. Die Razzien fanden in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen statt. Die Durchsuchungen in den Niederlanden und der Schweiz erfolgten per Rechtshilfe, Festnahmen gab es nicht.