TerrorverdachtRazzia gegen mutmaßliche rechtsextreme Terrorgruppe

Rechtsextreme sollen ein Terrornetzwerk namens Werwolf-Kommando gegründet haben. In Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz wurden Wohnungen und Zellen durchsucht.

Die Bundesanwaltschaft hat Wohnungen und Geschäftsräume von vier mutmaßlichen Rechtsextremisten in Norddeutschland, den Niederlanden und der Schweiz durchsuchen lassen. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft werden sie und zwei weitere in der Schweiz bereits in Haft befindliche Beschuldigte verdächtigt, eine rechtsterroristische Vereinigung gegründet zu haben. Ziel dieses "Werwolf-Kommandos" sei es gewesen, das "politische System der Bundesrepublik Deutschland zu beseitigen".

Es bestehe der Verdacht, dass die Beschuldigten terroristische Gewalttaten verüben wollten. Hierzu sollen die Rechtsextremisten laut Bundesanwaltschaft ein elektronisches Verschlüsselungsprogramm entwickelt haben, um konspirativ kommunizieren zu können.

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Anhaltspunkte für konkrete Anschlagsvorbereitungen haben die Ermittler bislang nicht gefunden. Von den Durchsuchungen erhoffen sie sich Beweismittel für etwaige Anschlagspläne und -vorbereitungen.

Der Bundesanwaltschaft zufolge waren an der Razzia in Norddeutschland 50 Beamte beteiligt. Die Razzien fanden in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen statt. Die Durchsuchungen in den Niederlanden und der Schweiz erfolgten per Rechtshilfe, Festnahmen gab es nicht.

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Leserkommentare
  1. Wieso gibt es immer noch diese Unbelehrbaren?

  2. Man kann mich jetzt von mir aus "zynisch" nennen, aber: "Es bestehe der Verdacht, dass die Beschuldigten zu diesem Zweck terroristische Gewalttaten verüben wollten."

    Wenn das mal kein Wasser auf die Pro-PRISM Mühle von Herrn Friedrich ist ...

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    Der Gedanke kam mir auch. Gut möglich dass Hr. Friedrich in Kürze erklären wird, dass die Terrorgruppe nur durch die Unterstützung der National Security Agency-Kollegen auffliegen konnte und der Beweis damit erbracht wurde, dass die internationale "Zusammenarbeit" auf diesem Gebiet wichtig für unsere Sicherheit ist.

  3. wohl mal wieder eine Sau medial durchs Dorf getrieben, um u. a. die flächendeckende Überwachung der Bürger in diesem Lande mit akuter Terrorgefahr zu rechtfertigen. Der Satz: "Festnahmen gab es nicht." sagt eigentlich alles.

    8 Leserempfehlungen
    • Hermez
    • 17. Juli 2013 13:07 Uhr

    ..helfen nur Silberkugeln, Herr Friedrich:)
    Ernsthaft, das kommt ja wieder wie gerufen, leider kann man kaum mehr auseinander halten welche "Bedrohung" denn nun tatsächlich vorliegt.

    3 Leserempfehlungen
  4. " bereits ein elektronisches Verschlüsselungsprogramm entwickelt ..., um konspirativ kommunizieren zu können",
    Sorry Bundesanwaltschaft, genau das ist die aktuellste Empfehlung des Herrn Innenministers.

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    ..sogar mit meiner ausländischen Freundin.
    Es ist uns dort nichts, aber auch gar nichts , passiert. Im Gegentei, wir sind in den gescholtenen Zonen auf sehr viele nette Leute getroffen.

    Hetze scheint nur opportun zu sein, wenn es gegen die eigenen Landsleute geht, nicht wahr?
    (Man betrachte mal, was sich die Schwaben in Berlin alles gefallen lassen dürfen, während man Miri-Clans nahezu unbehelligt lässt)

  5. Der Satz "Festnahmen gab es nicht." sagt nur, dass die Polizei mal wieder unfähig ("böse Zungen" behaupten unwillig) ist, sich angemessen mit der rechtsextremen Problematik auseinander zu setzten.
    Jedem, der wissen möchte ob eine Bedrohung durch diese Gruppierungen ausgeht, bzw. wie groß sie ist, empfehle ich einen Besuch in Mecklenburg-Vorpommern. Wer sich nicht die Mühe machen will, kann auch einfach Google befragen. Nazis, Wismar und Jamel fördern da so manchen interessanten Artikel und auch den ein oder anderen Videobeweis zu Tage, speziell im Hinblick auf den "Werwolf-Shop" in Wismar. Eine Schande, dass der Rechtsterrorismus in Deutschland trotz der blutigen Vergangenheit und im Hinblick auf den NSU-Skandal, leider auch Gegenwart, so wenig Empörung in der Gesellschaft hervorruft.

    Eine Leserempfehlung
  6. „Hierzu sollen die Rechtsextremisten laut Bundesanwaltschaft ein elektronisches Verschlüsselungsprogramm entwickelt haben, um konspirativ kommunizieren zu können.“

    Moral von der Geschicht': Wer nix zu verbergen hat, der verschlüsselt auch nicht. Sondern gestattet den zuständigen Stellen, ggf. auf dem Wege der Amtshilfe auch denen befreundeter Staaten, selbstverständlich den Zugriff auf seine „Kommunikation“. Wer anderer Auffassung ist, ist naiv oder sogar gefährlich!(Siehe http://www.zeit.de/politi...)

    Man fragt sich außerdem, was man sich unter einem „nicht-elektronischen Verschlüsselungsprogramm“ vorstellen muss. Und wieso die mutmaßlichen Rechtsextremen meinten, das Rad neu „entwickeln“ zu müssen? (http://www.zeit.de/digita...)

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    "nicht elektronisches Verschlüsselungsprogramm" vorstellen muss?
    Die Frage ist jetzt nicht ernst gemeint - oder gibts das Wort Programm (ein Konzept zum Erreichen bestimmter Ziele) nur für Computer?
    Das Rad neu erfinden? Ist es schlecht, wenn einen Code nur Absender und Empfänger kennen? Da bastelt man sich ganz fix ein unknackbares analoges Verschlüsselungsprogramm (im Sinne einer Vorschrift)

  7. Der Gedanke kam mir auch. Gut möglich dass Hr. Friedrich in Kürze erklären wird, dass die Terrorgruppe nur durch die Unterstützung der National Security Agency-Kollegen auffliegen konnte und der Beweis damit erbracht wurde, dass die internationale "Zusammenarbeit" auf diesem Gebiet wichtig für unsere Sicherheit ist.

    4 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Wie gerufen"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, kg
  • Schlagworte Rechtsextremismus | Razzia
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