Die US-Regierung lässt die Legalisierung von Marihuana in den Bundesstaaten zu. Das Justizministerium werde entsprechende Gesetze auf regionaler Ebene nicht anfechten, teilte ein Sprecher mit. Damit müssen Staaten, die den Cannabis-Konsum legalisieren wollen, keine Probleme mit den Bundesbehörden mehr befürchten. 

Nach US-Bundesgesetzen ist Marihuana illegal. Anbau und Genuss sind verboten. Zahlreiche Staaten machen jedoch bereits seit Jahren eine Ausnahme für medizinische Zwecke. Befürworter sprachen nach der Ankündigung der US-Regierung "von einem wichtigen und historischen Schritt hin zum Ende der Marihuana-Prohibition".

Colorado und Washington hatten die Legalisierung der Droge für alle Konsumenten über 21 Jahren bereits im November beschlossen. Ein begrenzter Anbau ist ebenfalls erlaubt. In der Öffentlichkeit Marihuana zu rauchen bleibt auch dort jedoch verboten, ebenso nach oder während dem Drogenkonsum Auto zu fahren. Die beiden Bundesstaaten hoffen auf neue Einnahmequellen und Touristen aus benachbarten Staaten.

Das US-Justizministerium behält sich aber vor, gegen gewisse mit der Marihuana-Verbreitung zusammenhängende Gesetzesbrüche vorzugehen. Dazu gehören der Schmuggel über Staatsgrenzen und die Weitergabe an Minderjährige. Auch dürfe das Geld aus dem Verkauf nicht kriminellen Banden dienen.