Katholische KircheVatikan mischt sich in Limburg ein

Kardinal Lajolo aus Rom reist zum kritisierten Limburger Bischof Tebartz-van Elst. Es sei ein brüderlicher Besuch zur Rückenstärkung, sagt das Bistum.

Der Vatikan greift einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) zufolge in den Konflikt um die Lebens- und Amtsführung des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst ein. Kardinal Giovanni Lajolo werde sich am Montag ein Bild von dem Streit machen.

Das Limburger Bistum bestätigte zwar den geplanten Besuch Lajolos, bestritt aber, dass es sich dabei um eine "Apostolische Visitation" handle. "Das dient der Rückenstärkung für den Bischof", sagte ein Sprecher. Lajolo plane keine Untersuchung oder Absetzung, "sondern der Besuch dient dem brüderlichen Gespräch." Das Bistum verwies auf ein Unterstützungsschreiben von Kardinal Ouellet.

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In dem Brief heißt es, der Heilige Stuhl habe volles Vertrauen in die Amtsführung des Bischofs. Gleichwohl seien der Unfriede in der Diözese ernst zu nehmen und die Reaktionen der Medien nicht zu übersehen.

Tebartz-van Elst wird seit längerem wegen seines Führungsstils und angeblicher Verschwendung kritisiert. Dabei geht es unter anderem um die stark gestiegenen Kosten für seinen neuen Bischofssitz. Erst am Freitag war der Limburger Bischof ein Protestbrief mit rund 4.400 Unterschriften von Kirchenmitarbeitern, Priestern und Gläubigern überreicht worden.

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Leserkommentare
  1. die er verdient.

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    Genau! Jeder hat die Kirche, die er verdient. Wer solche Typen wie diesen Bischof unterstützt, zeigt schon welches Geistes Kind er ist. Was für ein elender Verschwender! Da wird wieder Wasser gepredigt und Wein getrunken. Ich finde herrlich, wie sich vor allem die katholische Kirche selbst demontiert. Mein Austritt liegt schon lange zurück und ich habe es nicht bereut. Wenn schon Kirche, dann eher mit den Protestanten, weil die wenigsten realitätsnah sind...

    • Thuja
    • 07. September 2013 20:56 Uhr

    http://www.bistumlimburg....

    Tebatz van Elst bat selbst um eine Visitation. Persönlich am 28. und noch einmal schriftlich am 30. August.

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  2. Genau! Jeder hat die Kirche, die er verdient. Wer solche Typen wie diesen Bischof unterstützt, zeigt schon welches Geistes Kind er ist. Was für ein elender Verschwender! Da wird wieder Wasser gepredigt und Wein getrunken. Ich finde herrlich, wie sich vor allem die katholische Kirche selbst demontiert. Mein Austritt liegt schon lange zurück und ich habe es nicht bereut. Wenn schon Kirche, dann eher mit den Protestanten, weil die wenigsten realitätsnah sind...

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    Antwort auf "Jeder hat die Kirche,"
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    was passiert. Der neue Wind in Rom weht wahrscheinlich in eine andere Richtung.

    • kultura
    • 09. September 2013 16:02 Uhr

    Mitnichten.
    Als es die erste evangelische Bischöfin(Frau Jepsen) gab,hier in Hamburg, wollte sie sich sofort für 1,5 Millionen eine Amtssitz einrichten lassen. Nach massivem Protest der Kirchensteuerzahler wurde dann umdisponiert.

  3. ebenso wenig beenden, wie die Unzufriedenheit der Menschen im Bistum.

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    Es kann durchaus sein, dass der kleine Pascha in Limburg mal kräftig die Ohren langgezogen bekommt.

    Es läuft erst einmal ziemlich diskret ab, was auch gut ist. Das Bishof selber um diesen Besuch "gebeten hat" ist eine reine Formsache, um nicht vorab das Gesicht zu verlieren.

  4. was passiert. Der neue Wind in Rom weht wahrscheinlich in eine andere Richtung.

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    Antwort auf "Super Vorbilder!"
    • inecht
    • 08. September 2013 9:36 Uhr

    Da hilft leider auch kein Kirchenaustritt.
    Deshalb ärgern mich diese egomanischen Selbstdarsteller.

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  5. Es kann durchaus sein, dass der kleine Pascha in Limburg mal kräftig die Ohren langgezogen bekommt.

    Es läuft erst einmal ziemlich diskret ab, was auch gut ist. Das Bishof selber um diesen Besuch "gebeten hat" ist eine reine Formsache, um nicht vorab das Gesicht zu verlieren.

    3 Leserempfehlungen
  6. Der letzte glanzvolle Kirchenfürst war Hohannes Dyba in Fulda.
    Nun wieder ein neuer Fürst in Limburg.
    Dies ist nach Bischof Kamphausen besonders krass, den ich für einen heiligmäßigen Mann halte.
    Tebarz paßt eben nicht zum neuen Papst. Bei Benedikt hätte er wohl reussieren können.
    Nun aber wird er ernsthaft verwarnt. Der Vatikan tadelt ja nie einen Bischof offiziell.
    Aber diese Reaktion ist auch sehr stark und sehr angebracht.
    Die Kirche verliert sonst den Rest an Glaubwürdigkeit.
    Den Kardinalshut in Köln, den er m. E., anstrebte kann es sich jetzt aber abschminken. Hochmut kommt vor dem Fall.

    Eine "Beförderung" nach Rom unter die Augen des Papstes könnte ihn jetzt noch retten.
    So geht Kirche sicher heutzutage nicht

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, wif
  • Schlagworte Bischof | Diözese | Konflikt | Vatikan | Gespräch | Rom
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