UN-BerichtDänen sind die glücklichsten Menschen der Welt

Drei nordeuropäische Länder gehören zu den glücklichsten Ländern weltweit. Deutschland kommt in der Top Ten nicht vor – im Oman und Panama sind die Menschen fröhlicher.

Nirgendwo sind die Menschen so glücklich wie in Dänemark. Dem World Happiness Report der UN zufolge sind die Dänen die fröhlichsten Menschen der Welt. Die geistige Gesundheit ist den Forschungen zufolge der bedeutendste Faktor für das wahrgenommene Glück.

Das Earth Institute der renommierten Columbia-Universität in New York wertete für die Studie Daten von Sozialsystemen und dem Arbeitsmarkt sowie Befragungen von Bewohnern aus. Lebenserwartung und das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf spielt demnach eine große Rolle beim Glücksempfinden der Menschen. Freundschaften und die Freiheit, eigene Entscheidungen über sein Leben zu treffen, seien ebenfalls wichtig. Je mehr Korruption in einem Land herrscht, desto unglücklicher sind seine Bewohner.

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Bereits im vergangenen Jahr, als der Bericht erstmals erstellt wurde, landete Dänemark auf dem ersten Platz. Deutschland verbesserte sich zwar im Vergleich zum Vorjahr um vier Plätze, steht jedoch nur auf Rang 26 der 160 ausgewerteten Länder. Der Oman, die USA, Venezuela, Panama und Brasilien landeten in der Liste vor der Bundesrepublik.

Mit Norwegen, Schweden und Finnland sind drei weitere nordeuropäische Länder unter den Top Ten mit den glücklichsten Bewohnern – genau wie die Schweiz, die Niederlande, Kanada, Österreich, Island und Australien.

Auf den letzten Plätzen finden sich fast ausschließlich afrikanische Länder. Die Zentralafrikanische Republik, Benin und Togo liegen ganz hinten. Syrien landete auf Platz 148.

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Leserkommentare
  1. Hohe Steuern bedingen geringe Lohnspreizung und hohe Bildungsbereitschaft.Niederlande,Finnland ,Schweden,alles Hochsteuerländer mit geringen Steuern für Menschen die unterhalb des Durchschnitts verdienen.
    Dort wird hohes Einkommen besteuert,was zu einer Demokratischeren Verteilung von Leistung und Bildung führt.

    Aber auch die prekären Staaten in Europa werden durch die Demographie und Euro-Probleme zu Hochsteuer-Glücks-Staaten werden.Da muss man einfach positiv denken.

    17 Leserempfehlungen
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    Wenn sie die glücklichsten Länder anschauen, haben diese durchaus eine höhere Lohnspreizung und einen höheren Gini-Faktor.

    Zusammenfassen lässt sich dies als: "Geld allein macht nicht glücklich".

    steuern entscheidend.Zudem sind hier Steuern für Leute oberhalb des Durchschnittseinkommen gemeint,die anderen leben viel freier,auch finanziell.
    Hohe Absicherungen im Falle der Arbeitslosigkeit und hohe MIndestrenten,die es natürlich nicht für Billigsteuern gibt sorgen in Skandinavien trotz dunkler Winter für Zufriedenheit.
    Anderswo spielt die Sonne eine Rolle.
    Was die Lohnverteilung angeht: DIe kann ruhig extremst unterschiedlich sein in Staaten,wo wirklich nur die Sonne zählt und der staat sich raushält.
    Dort wo Staatsdiener überproportional verdienen (nicht in den USA) und somit als Last angesehen werden,sind niedrige Steuern der Weg zum Glück.
    Aber in Finnland,wo Lehrer mies bezahlt werden,am Schuljahresende entlassen werden und bei Versagen der Schüler selber zum Rapport müssen,dort geniessen diese und andere im Vergleich mies bezahlte Staatsdiener hohes Ansehen.
    Traurig,das ein so traumhaft schönes Land wie Griechenland aufgrund der plündernden Staatskaste und damit weit verbreitetem Misstrauen nicht ganz oben steht.

    über Steuerpolitik erklären. Ein wenig Freundlichkeit und Schönheit im täglichen Leben ist da viel wichtiger. Im Vergleich zu Ländern wie Österreich un der Schweiz ist die Lebensqualität in Deutschland diesbezüglich ganz unten. Wenn Sie hier gut behandelt werden möchten müssen Sie fünf Sterne buchen, und selbst da ist man noch schlechtgelaunt.
    Dieses permanente Geldgzänk macht hier alles nur immer schlimmer. Etwas fröhliches Selbstbewusstsein und eine gute Dienstleistung gepaart mit modernster Infrastrukur wären nötig,aber da drückt die Vergangeheit immer noch unbewusst auf das Gemüt.

  2. Vielleicht haben die noch kein Internet und bekommen sowenig mit,
    Nein das kann es nicht sein. Vielleicht sind die Politiker da ehrlicher zu den Bürgern, oder Volksnaher. Vielleicht haben die noch Politik in Interesse des Bürgers und Wählers das Gemeinschaftliche Gesellschaftliche Interessen vertritt.

    Denn das alles trifft auf Deutschland nicht zu.
    Ich erspare mir jetzt hier die Kriterien aufzuzählen die auf Deutschland zutreffen.
    Das würde die 1300+ Zeichen hier sprengen und mich wieder frustrieren.
    Denn ich bin ein Deutscher Dummer Michel der sich das gefallen lassen muss
    ob ich will oder nicht.

    Eine Leserempfehlung
  3. ist halt das privileg für den hohen norden ;-)))

    die beliebigkeitspolitik in deutschland -incl. damaskuserlebnisse- kann hier nicht wirklich begeistern.

    => von daher hätte mich jeders andere ergebnis auch echt überrascht, denn nur die, die auf der sonnenseite in deutschland sitzen, sind ja sooo zufrieden.

    es scheinen aber genug zu sein für den 22.09. => leider?!

    und internet: was ist das denn????

    • Hainuo
    • 09. September 2013 19:50 Uhr

    Man zahlt hohe Steuern und schätzt, was man dafür zurückbekommt. Der Umgangston zwischen den Menschen ist freundlich und nicht so vergrämt wie in Deutschland. Wer Dänen beobachtet, bekommt eine Vorstellung davon, was es heißt zu leben. Das sind wahre Geniesser. Und die Natur ist auch traumhaft...

    15 Leserempfehlungen
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    ".... was man dafür bekommt." Das ist der entscheidende Effekt. Während in Deutschland nur ein Teil der Grundversorgung nach Leistungsfähigkeit (über Steuern) bezahlt werden muss, während andere Bereiche wie die Sozialversicherung Mindest- und Höchstbeiträge kennen, wiederum andere über Gebühren je mehr belasten, je weniger man hat und noch andere Dinge wie Berufsunfähigkeit nur für diejenigen absicherbar sind, die genug verdienen und"gute Risiken" darstellen, zahlen die Dänen hohe Steuern (sofern sie ein ausreichendes Einkommen haben) und das war's. Wer wenig hat, dem wird auch wenig genommen.
    Dann gibt es auch nicht die Missachtung der Kleinverdiener, z.B. durch Vermieter und die Drohung "Wem etwas nicht passt, der kann ja Hartz beantragen" als Mitteln der Disziplinierung entfällt auch. Dänemark ist einfach menschenfreundlich und nicht erst ab einer bestimnten Einkommensklasse nett.

    Das entscheidende ist, ob die Leute sich gerecht behandelt vorkommen.

    In Skandinavien hat man sehr hohe Progressionssteuersätze, aber auch einen entsprechenden Wohlfahrtstaat, für den die Leute zu zahlen bereit sind.
    In den USA hat man dafür eine calvinistischere Einstellung, und ist bereit, Lebensrisiken in Kauf zu nehmen, wenn einem der Staat dafür die Früchte des American Dream selbst verzehren lässt.

    Der vergleichsweise niedrigere Zufriedenheitsstand von Deutschland (insbesondere im Vergleich zu Brasilien oder den USA, wo man in beiden Fällen deutlich höheren Lebensrisiken ausgesetzt ist als hierzulande) liegt vermutlich daran, dass man sich bei uns am Ende irgendwie zu kurz gekommen vorkommt.

    Das liegt aber auch nicht zuletzt an der Entwicklung der letzten 15-20 Jahre. Das Realeinkommen und damit der Lebensstandard sind nicht gestiegen, trotzdem ist die Bedrohung des sozialen Abstiegs weit präsenter als in den 70ern und 80ern. Die Sozialausgaben wurden auf breiter Front zurückgefahren bei gleichbleibenden Abgaben, trotzdem steigen unsere Staatsschulden, die wir unseren Nachkommen hinterlassen. Wir haben kollektiv den Gürtel enger geschnallt, nur damit außer Kontrolle geratene Finanzmärkte und miserabel (mithin verantwortungslos) wirtschaftende EU-Staaten alle Anstrengungen wieder einkassiert haben.
    Und das alles, ohne das glaubhaft Besserung in Sicht ist - macht in meinen Augen alles durchaus Sinn.

    • Hainuo
    • 09. September 2013 19:52 Uhr

    Anscheinend sind gerade alle wieder dabei, alles auf die Politik abzuwälzen. Für den miserablen Umgangston in Deutschland sind die gewiss nicht zuständig. Wie wärs, einfach mal lächeln?

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    Wie heißt es noch immer:
    "Lächle, es könnte schlimmer kommen - und ich lächelte. Und es kam schlimmer."
    Wenn ich an Frau Merkel und ihr indifferentes Lächeln auf den mittlerweile fast schon vulgär verteilten Plakatwänden sehe, vergeht mir aber leider JEDES, aber wirklich jedes noch so kleine Lächeln.

  4. Wenn sie die glücklichsten Länder anschauen, haben diese durchaus eine höhere Lohnspreizung und einen höheren Gini-Faktor.

    Zusammenfassen lässt sich dies als: "Geld allein macht nicht glücklich".

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "nicht überraschend"
  5. Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, die USA oder Brasilien zeichnen sich durch einen ausgeprägten Patriotismus aus.

    Mangelware sind dort sicherlich jene nur in Deutschland anzutreffende Spezies der Tugendwächter, die hierzulande eine Art "Priesterherrschaft" bilden, mit ihrer aufgeblasenen Lufthoheit über den Stammtischen eifersüchtig darüber wachen, bei jedem noch so freudigen Ereignis noch ein Haar in der Suppe zu finden, jede Chance zu naiver Offenheit, Spontaneität, Gelassenheit und Beschaulichkeit im Keim ersticken, um ihren Untertanen nur ja keine Pause von moralinsaurer Verdruckstheit durchgehen zu lassen, und nicht etwa nur Patriotismus untersagen, sondern sogar kategorisch abstreiten, Deutschland besäße eine eigene Identität.

    14 Leserempfehlungen
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    Je nachdem, mit welchem Maß man misst und kategorisiert kann man allerhand wissenschaftlich darlegen. Ob da mal nicht die ganz persönliche Definition desjenigen mit einfließt und die Messskala einfärbt, der sich das Modell hinter der vorliegenden statistischen Analyse ausgedacht hat.

    Sehr geehrter Herr "Goethe in Halberstadt", sie klagen vehement über die Tugendwächter, die in ihrer aufgeblasenen Stammtisch-Lufthoheit eifersüchtig darüber wachen, bei jedem noch so freudigen Ereignis noch ein Haar in der Suppe zu finden. Ich gebe Ihnen diesen gutgemeinten Rat: Freuen Sie sich doch mit den Dänen und mit all den anderen glücklichen Menschen, sogar mit den wenigen glücklichen Deutschen, die es wohl hoffentlich noch gibt. Ich freue mich mit ihnen und mit Ihnen.

    Werden Sie dafür eingesperrt, wenn Sie Patriotismus propagieren? Werden Sie verfolgt, bekommen Sie Bußgelder?

    Meinungsfreiheit bedeutet, daß man sagen kann, was man will - nicht, daß man das Recht darauf hat, daß jeder andere Ihnen zustimmen muß (eine Tatsache, die Sarrazin und Konsorten gerne vergessen, wenn sie sich als Helden der freien Rede aufspielen, wo sie doch nur ihrer Zielgruppe nach dem Munde reden).

    Insofern sind Vergleiche mit Tugendwächtern (Anspielung auf Saudi-Arabien?) äußerst weit hergeholt. Natürlich gibt es das Phänomen der political Correctness, der verfälschten Sprache und dergleichen mehr - und ich schließe mich Ihnen in der Ansicht an, daß das ziemlich nervig ist und das Potential hat, langfristig gefährlich zu werden. Deswegen nun aber aus Reflex alles Schlechte im Lande darauf zu beziehen, ist übertrieben.

    Abgesehen davon kann man doch solchen Menschen einfach aus dem Wege gehen.

    Auch Ihre Deutung, daß der fehlende Patriotismus/Nationalismus Grund der Misere sei, halte ich für bequem und willkürlich. Es gibt sehr vieles, daß Dänemark und die anderen genannten Länder von Deutschland unterscheidet - ökonomisch, kulturell, politisch, sogar klimatische Gründe ließen sich anführen. Da nun sein Lieblingsfeld herauszupicken - ohne überhaupt eine ordentliche statistische Analyse auch nur zu versuchen - ist schlicht unwissenschaftlich und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mindestens unvollständig, vermutlich aber gar schlicht falsch.

    • rc101
    • 10. September 2013 9:29 Uhr

    ...ist der Grund für Überheblichkeit, Rücksichtslosigkeit und pol. Willkür von Staaten. Gerade da d. das nicht/kaum hat macht die Menschen so skeptisch gegenüber Versprechungen.

    Dass Sie oder ich in Deutschland aufgewachsen sind ist reiner Zufall und daraus ziehen Sie Ihre Identität? Aus Zufall?

    Sie könnten ebenso in Ghana aufgewachsen sein und hätten dann jetzt eine ghanaische nat. Identität und würden damit hausieren gehen.

  6. Wie heißt es noch immer:
    "Lächle, es könnte schlimmer kommen - und ich lächelte. Und es kam schlimmer."
    Wenn ich an Frau Merkel und ihr indifferentes Lächeln auf den mittlerweile fast schon vulgär verteilten Plakatwänden sehe, vergeht mir aber leider JEDES, aber wirklich jedes noch so kleine Lächeln.

    5 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Hier ist eine Tendenz:"
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    • Hainuo
    • 09. September 2013 20:32 Uhr

    Die Gabe besteht darin, sich dem Schönen zuzuwenden und nicht immer nur verbittert alles Schlechte zu betrachten. Irgendwann glaubt man, alles wäre schlecht und das ist es in Deutschland definitv nicht. Ich mag persönlich übrigens die Merkel auch nicht, aber das sei mal dahingestellt.

    Ich glaube, dass die Selbstwahrnehmung eines Volkes eine Menge zum Glücklichsein beiträgt. Länder von unbedeutender politischer Rolle im internationalen Geschäft sind weniger den Strömungen von globalisierter Konkurrenz unterworfen. Deutsche lassen sich allgemein treiben und sind stets der Angst unterworfen, alles verlieren zu können. Diese permanente Unruhe mindert die Lebensqualität und erhöht das asoziale Konkurrenzgebahren, was in diesem Land herrscht. Es geht auch freundlicher...

    • Paxvo
    • 09. September 2013 22:39 Uhr

    .... bei Ihnen klingt es gerade so wie die Menschen, die in Kommentar Nr. 7 beschrieben werden.

    Zitat: "Wenn ich an Frau Merkel und ihr indifferentes Lächeln auf den mittlerweile fast schon vulgär verteilten Plakatwänden sehe, vergeht mir aber leider JEDES, aber wirklich jedes noch so kleine Lächeln."

    Sehen Sie, das ist das Problem: In Deutschland erzeugt ein Lächeln oft kein Gegenlächeln, sondern ein misstrauisches Pokerface.

    Eine Renate Künast wird Ihnen da vermutlich besser passen, die trägt ihre Empörung stets mit deutsch-verkniffener Miene vor.

    wenn sie ein Gesicht sehen, das ihnen nicht passt, ist es schon klar, dass sie unglücklich durchs Leben gehen.

    Deutsche sind einfach ein Meckervolk. Das ist völlig unabhängig von jeder Realität.

    Übrigens: Der Kündigungsschutz ist in Dänemark um Klassen geringer als in Deutschland. Ebenso in den USA, wo zudem die Einkommensunterschiede ungleich größer sind. Offenbar führen einfach Erklärungen hier nicht unbedingt zum Ziel.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, kmi
  • Schlagworte Arbeitsmarkt | Benin | Bruttoinlandsprodukt | Forschung | Freundschaft | Gesundheit
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