Die Bevölkerung der Europäischen Union ist im vergangenen Jahr um mehr als eine Million Einwohner gewachsen – allerdings ist das nicht den Deutschen zu verdanken. Mit 8,4 Geburten je 1.000 Einwohner hat Deutschland die niedrigste Geburtenrate aller 28 EU-Staaten, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Der Durchschnitt liegt bei 10,4 Geburten. 

Im Jahr 2012 wurden in der EU insgesamt 5,2 Millionen Kinder geboren. Die höchsten Geburtenziffern verzeichneten Irland (15,7), Großbritannien (12,8) und Frankreich (12,6).

Deutschland gehört zu den zwölf Mitgliedstaaten, in denen im Jahr 2012 mehr Menschen starben als lebend geboren wurden. Dass die deutsche Bevölkerung aber unter dem Strich um fast 196.000 Einwohner anwuchs, ist Eurostat zufolge durch Zuzug aus dem Ausland begründet.

Insgesamt lebten demnach am 1. Januar 2013 in der Europäischen Union 505,7 Millionen Menschen. Das sind 1,1 Millionen mehr als ein Jahr zuvor. In Deutschland lebten zum 1. Januar 2013 laut Eurostat 80,52 Millionen Menschen.