Soldaten der Bundeswehr © Ina Fassbender/Reuters

Die Bundeswehr will in Amtshilfe für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Soldaten zur Unterstützung von Asylverfahren abkommandieren. Das berichtet das Blog Augen geradeaus! unter Verweis auf ein Schreiben des Bundesamtes für Personalmanagement der Bundeswehr.  

Aus dem Schreiben wird deutlich, dass Soldaten aus der Laufbahn der Feldwebel für diese Aufgabe gesucht werden. Sie sollen in Zivil in den Ämtern tätig werden – aber ungeachtet der freiwilligen Meldung als Soldaten im Rahmen der Amtshilfe abkommandiert werden.

In dem dokumentierten Schreiben heißt es: "Die Freiwilligen erhalten eine Einweisung am Arbeitsplatz vor Ort. Sie unterstützen die Antragsbearbeitung im Asylverfahrenssekretariat. Voraussetzungen sind nicht zwingend erforderlich, aber Kenntnisse der 'Stabsdienstarbeit' sind von Vorteil." Die Soldaten sollen für ein halbes Jahr Dienst in den Asylbehörden tun, der auf zweimal drei Monate verteilt werden kann.

Am Mittwoch hatte Augen geradeaus! von einem Aufruf an freiwillige Reservisten berichtet, bei der Bearbeitung von Asylanträgen zu helfen. Es gebe rund 1.700 Reservisten, die für diese Aufgabe infrage kämen.