Die Polizei in Hamburg hat ein sich über mehrere Stadtteile erstreckendes "Gefahrengebiet" ausgerufen. In Teilen Altonas, St.Paulis und Sternschanze dürfen Polizisten künftig Personen und "mitgeführte Sachen" überprüfen, Platzverweise aussprechen und Menschen in Gewahrsam nehmen. Das teilte die Polizei am Freitag mit. Die Zone gelte ab Samstagmorgen 6 Uhr bis auf Weiteres.

Grund für die Maßnahme seien wiederholte Angriffe gegen Polizisten, die teils schwer verletzt wurden. Allein im Dezember sind laut Polizei dreimal Kommissariate angegriffen worden. Auch vor, nach und während einer Demonstration seien Polizisten und Einrichtungen massiv angegriffen worden.

Die Zone erstreckt sich über das sogenannte Bermuda-Dreieck in der Hamburger Innenstadt. Begrenzt wird sie im Süden von der Elbe. Im Westen reicht sie bis an die Bahngleise in Altona, im Norden bis an den Holstenkamp und im Westen bis an die Glacischaussee.

Das Gefahrengebiet in Hamburg

Das Gebiet um St. Pauli und Sternschanze gilt als Vergnügungsviertel. Darin befindet sich unter anderem die bei Touristen beliebte Reeperbahn.

Anwohner oder Besucher sollen laut Polizei nicht übermäßig belastet, die Kontrollen "mit Augenmaß" durchgeführt werden. Sie richteten sich gegen relevante Personengruppen.