Papst Franziskus hat Christen dazu aufgerufen, zur Verkündigung ihres Glaubens verstärkt moderne Informationstechnologien zu nutzen. "Habt keine Angst, Bürger der digitalen Umwelt zu werden", teilte er mit. Das Internet sei "ein Geschenk Gottes", da es neue Möglichkeiten der Begegnung schaffe.

Die Kirche müsse sich den digitalen Medien öffnen, "um mit den Menschen von heute im Gespräch zu sein". Diese Kommunikation gebe der "missionarischen Berufung der ganzen Kirche Gestalt". Ein Dialog setze aber die Bereitschaft voraus, einander zuzuhören und voneinander zu lernen.

Zunehmende Mobilität und neue Kommunikationsmittel hätten bereits jetzt die Distanzen zwischen den Menschen verringert. Medien könnten daher helfen, "dass wir ein neues Gefühl für die Einheit der Menschheitsfamilie entwickeln, das uns zur Solidarität drängt". Ausgrenzung und Armut breiter Bevölkerungsschichten seien aber nicht überwunden.

Gleichzeitig warb Franziskus für eine Entschleunigung. "Die Geschwindigkeit der Information übersteigt unsere Reflexions- und Urteilsfähigkeit." Dieses Überangebot könne zu Desorientierung, Manipulation und Vereinzelung führen. "Wir müssen einen gewissen Sinn für Langsamkeit und Ruhe wiedergewinnen", teilte Franziskus mit.

Die Botschaft bereitet den 48. Welttag der sozialen Kommunikation der Katholischen Kirche vor, der am 1. Juni stattfindet.