Nur nach ausdrücklicher Erlaubnis des Vermieters dürfen Mieter ihre Wohnung an Touristen untervermieten. Der Bundesgerichtshof (BGH) urteilte, die Vermietung an Urlauber sei etwas anderes, als die Wohnung dauerhaften Untermietern zu überlassen. Eine normale Erlaubnis zur Untervermietung reiche dafür nicht aus.

Die Richter gaben den Vermietern einer Zwei-Zimmer-Wohnung in Berlin recht. Sie hatten ihren Mieter verklagt, weil dieser die 42-Quadratmeter-Wohnung tageweise an Touristen untervermietet hatte. Zwar war ihm seit 2008 die Untervermietung "ohne vorherige Überprüfung" erlaubt. Damit seien jedoch nicht Touristen gemeint gewesen, argumentierten die Vermieter. Der Mieter bot trotz mehrfacher Abmahnungen die Wohnung weiter im Internet an.


Um die Wohnung an Touristen vermieten dürfen, habe die erteilte Erlaubnis nicht ausgereicht, befanden die Richter. Die tageweise Vermietung an "beliebige Touristen" unterscheide sich deutlich von einer normalen, "gewöhnlich auf gewisse Dauer angelegten Untervermietung", heißt es in der Erklärung. Sie sei daher "nicht ohne Weiteres von einer Erlaubnis zur Untervermietung umfasst". 

Im konkreten Fall habe der Vermieter zudem verlangt, dass der Mieter seinen Untermietern Postvollmacht für Betriebskostenabrechnungen und andere Briefe des Vermieters erteilt. Schon daraus werde deutlich, dass sich die Erlaubnis zur Untervermietung nicht auf die Vermietung an Touristen bezog, so der BGH. Denn diese könnten "eine derartige Funktion offensichtlich nicht wahrnehmen".

Das Landgericht Berlin muss den Fall jetzt neu verhandeln.