Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst als Figur für den Mainzer Karnevalsumzug © Thomas Lohnes/Getty Images

Papst Franziskus will Ruhe in die Katholische Kirche bringen – und deshalb den umstrittenen Limburger Bischof loswerden. Aus dem Umkreis von Franziskus ist zu hören, der Papst beabsichtige, Franz-Peter Tebartz-van Elst abzusetzen. Das berichtet die ZEIT in ihrer neuen Ausgabe.     

Tebartz-van Elst selbst ahnt offenbar nichts von den Plänen des Papstes. Einige seiner Unterstützer sagten der ZEIT zufolge, der Bischof plane nach Limburg zurückzukehren. Tebartz-van Elst ist derzeit in Rom. Vor wenigen Tagen nahm er an einer Messe im Petersdom teil, mit der der neue deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller seine Einsetzung feierte. Teilnehmer berichten, der Bischof habe einen entspannten und gelösten Eindruck gemacht. 

Im Bistum Limburg wartet man auf eine Entscheidung. Dort hatten Vertreter des Bistums in den vergangenen Wochen wiederholt auf eine schnelle Amtsenthebung des Bischofs gedrängt. Tebartz-van Elst wird derzeit von Generalvikar Wolfgang Rösch vertreten. Der Bischof war im Oktober vom Dienst beurlaubt worden, nachdem die Kritik an den horrende Kosten für seinen Bischofssitz immer lauter geworden war. Papst Franziskus hatte die Auszeit selbst verordnet. Sie soll so lange gelten, bis die Vorwürfe gegen den Bischof geklärt sind.

Eine von der Bischofskonferenz eingesetzte Prüfkommission untersucht seit Oktober die Kostenentwicklung des neuen Bischofssitzes in Limburg. Die Kommission besteht aus zwei Geistlichen und drei Wirtschaftsprüfern. Erste Ergebnisse wurden bereits öffentlich. Tebartz-van Elst wird vorgeworfen, Gelder in Millionenhöhe für den Bau zweckentfremdet zu haben. Der Untersuchungsbericht wird Ende dieser Woche an Robert Zollitsch gehen, den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. Im Anschluss werden die Unterlagen nach Rom weitergeleitet.