Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat ihre jährliche Rangliste der Pressefreiheit veröffentlicht: Im aktuellen Ranking landet Deutschland auf Platz 14 und liegt damit unter anderem hinter Neuseeland, Estland und Tschechien. 

Die Bundesrepublik hat sich damit leicht verbessert – im Vorjahr rangierte sie auf Platz 17 –, schafft es aber das zehnte Jahr in Folge nicht in die Top Ten der überprüften 180 Länder. An der Spitze des Pressefreiheit-Rankings liegen erneut Finnland, die Niederlande und Norwegen.

Besonders besorgniserregend sei, dass traditionelle Demokratien wie die USA und Großbritannien schlecht abschnitten, hieß es von den Reportern ohne Grenzen. Die Vereinigten Staaten fielen um 13 Plätze auf Rang 46, für die Briten ging es drei Plätze runter auf Rang 33.

Die USA verschlechterten sich vor allem wegen ihres Vorgehens gegen sogenannte Whistleblower. "In den USA hat die staatliche Verfolgung von investigativen Journalisten und ihren Hinweisgebern aus den Sicherheitsbehörden ein nie gekanntes Ausmaß erreicht", hieß es. Die Verfolgung von Edward Snowden oder die hohe Haftstrafe für Bradley Manning solle Nachahmer davon abschrecken, Journalisten brisante Informationen über Fehlverhalten von Regierung und Behörden zuzuspielen. Die Vereinigten Staaten liegen nun hinter Ländern wie El Salvador und Rumänien.  

Das Ranking zeigt, wie stark die Arbeit von Journalisten erschwert oder beeinflusst wird, etwa von staatlicher Seite. Besonders schlecht ist es um die Pressefreiheit in Turkmenistan, Nordkorea und Eritrea bestellt – sie sind die Schlusslichter der Rangliste.