Seit Montag hat der italienische Küstenschutz in der Straße von Sizilien nahezu 2.000 Flüchtlinge aufgegriffen. Sie hatten versucht, nach Italien und damit in die EU zu gelangen. Die Marine stoppte allein am Dienstag 13 Boote mit etwa 1.200 Menschen an Bord, am Montag waren es bereits 600 gewesen, darunter etwa 100 Frauen und 60 Kinder.

Die Flüchtlinge stammen vor allem aus Syrien, den Palästinensischen Gebieten und Eritrea. Sie wurden auf italienisches Festland gebracht.

Seit dem Beginn der genaueren Überwachung des Mittelmeeres vor fünf Monaten hat die italienische Marine in meist überladenen Booten mehr als 10.000 Flüchtlinge aufgegriffen, darunter etwa 1.000 Kinder. Allein im Januar gelangten laut dem Innenministerium 2.156 Flüchtlinge an die italienischen Küsten. Dies waren zehn Mal mehr als im Januar 2013.

Die Einsatzkräfte kontrollieren den Küstenbereich im Rahmen der Operation Mare Nostrum jetzt stärker, weil allein im Herbst 2013 Hunderte Flüchtlinge ertrunken waren. Kriegsschiffe, Amphibienboote, Drohnen und Hubschrauber sind mit Infrarot- und optischer Ausrüstung im Einsatz, um Flüchtlingsboote ausfindig zu machen.