Der frühere Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat zwei Tage nach seinem vom Papst erzwungenen Rücktritt Fehler eingeräumt und um Vergebung gebeten. "Mit dem Wissen von heute erkenne ich, dass ich Fehler gemacht habe. Auch wenn sie niemals aus Absicht entstanden, haben sie Vertrauen zerstört", heißt es in einer Erklärung, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.  

Der 54-Jährige hatte am Vormittag in Rom ein kurzes Treffen mit Papst Franziskus – zwei Tage, nachdem dieser Tebartz-van Elsts Amtsverzicht akzeptiert hatte. In dieser Entscheidung sehe er die Chance für einen Neubeginn, für das Bistum Limburg und auch für sich selbst, heißt es weiter in der Erklärung.

Erst gestern widersprach Tebartz-van Elst Vorwürfen, die in einem kirchlichen Prüfbericht gegen ihn erhoben wurden. Teile des Berichts zu den exorbitanten Kosten der Sanierung des Bischofssitzes seien nicht wahr, sagte er in einer Stellungnahme. Darin schiebt der 54-Jährige einen wesentlichen Teil der Verantwortung für die Kostensteigerung seinem Generalvikar Franz Kasper zu. Er selbst sei weder Finanz- noch Baufachmann, verteidigte sich Tebartz-van Elst.  

Der Papst hatte am Mittwoch bekannt gegeben, dass er das Angebot des Bischofs zum Amtsverzicht vom Oktober 2013 annimmt. Als Grund nannte er die durch den Baukostenskandal entstandene Situation im Bistum Limburg. Ein Nachfolger ist noch nicht benannt. Derzeit verwaltet der 74-jährige Paderborner Weihbischof Manfred Grothe das Bistum im Auftrag des Papstes.