Bei einem Terroranschlag auf ein Restaurant im ostafrikanischen Staat Dschibuti sind mindestens drei Menschen getötet worden. 15 Menschen wurden verletzt. Unter ihnen sind auch drei deutsche Angehörige der EU-Mission Eucap Nestor zur Bekämpfung der Piraterie vor der somalischen Küste, wie das Auswärtige Amt mitteilte. Die Verletzungen seien nicht lebensbedrohlich. Eine fliegende Krankenstation der Bundeswehr flog am Morgen nach Dschibuti, um die Verletzten nach Deutschland zu bringen.

Nach Angaben des dschibutischen Innenministeriums handelt es sich bei zwei der Toten um Selbstmordattentäter. Lokale Medien berichteten, dass die Behörden die islamistische Terrorgruppe Al-Shabaab hinter den Anschlägen vermuten. Bekannt hat sich die Gruppe bisher aber nicht. Die Al-Shabaab wird auch für den gestrigen Anschlag auf das somalische Parlament in Mogadischu verantwortlich gemacht, bei dem mindestens 24 Menschen getötet worden waren.

Nach Angaben der niederländischen Zeitung De Telegraaf wurden bei der Attacke auch sechs niederländische Soldaten verletzt. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts verurteilte den terroristischen Anschlag in Dschibuti "aufs Schärfste". Nach ihren Angaben wurden die Verletzten zunächst mit Unterstützung einiger Bundeswehrärzte im französischen Militärkrankenhaus behandelt.

Die Bundeswehr teilte mit, dass gegen 10.00 Uhr ein Airbus A310 des Typs MedEvac von der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin vorzeitig abgeflogen ist, um die Verletzten nach Deutschland zu holen. Bei ihnen handelt es sich demnach nicht um Bundeswehrangehörige. 

Im EU-Einsatz Atalanta schützen etwa 300 deutsche Marinesoldaten am Horn von Afrika Schifffahrtsrouten vor somalischen Piraten. Eucap Nestor ist eine Ausbildungs- und Beratungsmission, mit der die ostafrikanischen Staaten Somalia, Dschibuti, Kenia und die Seychellen in die Lage versetzt werden sollen, das Piraterie-Problem selbst bekämpfen zu können.