Das Abspielen der Paulchen-Panther-Melodie bei einer Neonazi-Demonstration kurz nach der Verhaftung von Beate Zschäpe war einem Gericht zufolge keine Billigung der Mordtaten des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU).

Das Oberlandesgericht München bestätigte damit den Freispruch des Amtsgerichts für den Versammlungsleiter Norman Bordin, damit wurde die Entscheidung rechtskräftig.

Mit der Erkennungsmelodie der Zeichentrickserie Der rosarote Panther war ein Video unterlegt, in dem der NSU seine Opfer verhöhnte. Die Staatsanwaltschaft sah in dem Abspielen des Liedes bei einer Demonstration am 21. Januar 2012 wegen der zeitlichen Nähe zur Festnahme Zschäpes eine Billigung der NSU-Mordtaten.

Der OLG-Senat folgte aber der Vorinstanz und befand, die Melodie dürfe nicht isoliert betrachtet werden. In der Gesamtschau mit der Rede Bordins stelle das Abspielen "aus unserer Sicht eine Billigung von Straftaten nicht dar" sagte der Vorsitzende Richter. Bordin hatte sich in seiner Rede von den zehn Morden des NSU distanziert.