Jörg Kachelmann hat die Bunte, das Magazin Focus sowie die Bild-Zeitung und Bild.de auf insgesamt 3,2 Millionen Euro Schmerzensgeld verklagt. Kachelmanns Anwalt Ralf Höcker bestätigte einen entsprechenden Bericht des Mediendienstes Meedia. Demnach sieht Kachelmann seine Persönlichkeitsrechte von Teilen der Berichterstattung im Prozess gegen ihn verletzt. Allein von der Bild-Zeitung fordert der Fernsehmoderator 1,5 Millionen Euro.

Die Klagen seien Ende 2013 zugestellt worden, sagte Höcker. Wegen des Umfangs der Klageschrift habe das Landgericht Köln eine Frist zur Stellungnahme von einem halben Jahr festgelegt. Einen Termin für eine mündliche Verhandlung gebe es noch nicht.

Die Redaktionen von Bunte und Focus bestätigten den Eingang der Klagen. "Herr Kachelmann hat seine Geldentschädigungsklage eingereicht – zwei Tage bevor wesentliche Teile des Anspruchs verjährt wären und mehr als zweieinhalb Jahre nach dem Urteil", heißt es in dem Statement. Zu klagen sei das gute Recht von Herrn Kachelmann. "Dennoch halten wir seine Forderung für unbegründet und sehen daher der juristischen Auseinandersetzung gelassen entgegen."

Auch der Springer Verlag wehrt sich gegen die Forderung. "Der Anspruch auf Geldentschädigung, der sich aus der Prozessberichterstattung ergeben soll, ist vollkommen unbegründet", sagte ein Sprecher. Deshalb habe man bereits vor drei Jahren entsprechende Mahnbescheide zurückgewiesen. An der Sichtweise habe sich nichts geändert.