Wenige Tage, nachdem in Wuppertal eine Gruppe Islamisten nachts in Westen mit dem Aufdruck Shariah Police durch die Innenstadt patrouilliert sind, berichtet die Polizei nun auch von Rechtsextremen "auf Streife". Bereits in der Nacht zum Freitag sei eine Gruppe Rechtsextremer in einheitlichen T-Shirts angehalten worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Wuppertal am Dienstag mit.  

Wie der WDR berichtet, waren die jungen Männer nachts als sogenannter Stadtschutz Wuppertal unterwegs um für vermeintliche Sicherheit zu sorgen. Mit der Aktion wolle die Partei Die Rechte einen Gegenpol zur selbsternannten Scharia-Polizei bilden. Die rechtsextreme Partei wirbt nach Angaben der Ermittler für eigene Streifen in der Stadt. Die Partei "hängt sich vergeblich den Deckmantel der Rechtschaffenheit um. Sie will Ängste schüren und provozieren", sagte Wuppertals Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher. 

Auf ihrer Facebook-Seite hat die Partei Die Rechte eine Umfrage gestartet und will herausfinden, wo der Stadtschutz Wuppertal als nächstes "für mehr Sicherheit, Recht und Ordnung" sorgen soll. Die Resonanz ist sehr gering.

Gegen die uniformierten Personen seien Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und Uniformierungsverbot eingeleitet worden.

In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass Salafisten in Wuppertal als Ordnungshüter mit Pseudouniformen durch die Straßen gezogen waren und vor Alkohol, Glücksspiel, Musik, Konzerten, Pornografie und Drogen gewarnt hatten. Auch gegen sie läuft ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.