Drei mutmaßliche Mitglieder der kriminellen Organisation Guerreros Unidos haben den Mord an den 43 vermissten mexikanischen Studenten eingeräumt. Sie hätten die jungen Leute auf einer Müllkippe nahe der Ortschaft Cocula getötet und verbrannt, sagten die Verdächtigen nach Angaben von Generalstaatsanwaltschaft Jesús Murillo Karam.

Laut der Aussage seinen die verkohlten Leichenüberreste in Plastiktüten gepackt und in einen Fluss geworfen worden. Karam sagte, dass die Identifizierung der sterblichen Überreste jedoch schwierig werden dürfte und die Studenten daher vorerst weiter als vermisst gelten.

Bereits vor mehreren Wochen hatten Mitglieder der Guerreros Unidos den Mord an den Studenten gestanden und die Ermittler zu Massengräbern geführt. Bei den dort entdeckten Leichen handelte es sich allerdings nicht um die Vermissten.

Ende September waren 43 Studenten eines Lehrerseminars in Iguala im Bundesstaat Guerrero von Polizisten entführt worden. Später wurden sie nach Zeugenaussagen Mitgliedern der Bande Guerreros Unidos übergeben.

Der Bürgermeister von Iguala und seine Frau wurden als mutmaßliche Drahtzieher der Tat festgenommen. Offenbar wollte José Luis Abarca verhindern, dass die Studenten eine Rede seiner Frau als Vorsitzende des örtlichen Wohlfahrtsverbands stören. Das Bürgermeisterpaar soll enge Verbindungen zur Drogenbande Guerrero Unidos unterhalten.