Etwa 40 bis 50 Schmierereien haben Unbekannte am Rohbau einer Moschee im nordrhein-westfälischen Dormagen hinterlassen. Sie schmierten große Hakenkreuze und rassistische Sprüche wie "Mit euch ins KZ" und "Waffen SS" an die Wände. 

Die Täter drangen nachts in das Gelände des Moschee-Vereins ein und kletterten auf den eingerüsteten Neubau, wie ein Polizeisprecher sagte. Zeugen entdeckten die einen Quadratmeter großen Hakenkreuze am Morgen und riefen die Polizei.

Ob ein Zusammenhang zum Pegida-Bündnis bestehe, das derzeit in Deutschland eine islamfeindliche Stimmung verbreitet, sei nicht bekannt, sagte der Sprecher. Der Staatsschutz Düsseldorf setzte eine Ermittlergruppe ein. Die Polizei setzte zudem eine Belohnung von 1.500 Euro für Hinweise aus, die zur Ergreifung der Täter führen.

Der Leiter der Polizeikreisbehörde Neuss, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, zeigte sich entsetzt. Im Rhein-Kreis Neuss sei "kein Platz für die Verbreitung von fremdenfeindlichen Parolen oder die Verherrlichung der nationalsozialistischen Vergangenheit".