Mindestens 128 Journalisten sind im Jahr 2014 nach Angaben der Reporterorganisation Press Emblem Campaign (PEC) während oder sogar wegen der Ausübung ihres Berufes getötet worden. Allein 16 Journalisten seien während der israelischen Operation Protective Edge im Gazastreifen ums Leben gekommen, teilte die in der Schweiz ansässige Nichtregierungsorganisation in ihrem jährlichen Bericht mit. 

Der Militäreinsatz im Gazastreifen im Juli und August war eine Reaktion auf den Raketenbeschuss Israels durch die radikalislamische Hamas. In keiner anderen Region starben in diesem Jahr so viele Journalisten.

13 Reporter wurden laut PEC in Syrien getötet – unter ihnen jene Journalisten, die von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hingerichtet wurden. Zwölf Berichterstatter starben den Angaben zufolge in Pakistan, zehn im Irak. In der Ukraine, wo sich Regierungstruppen und prorussischen Separatisten im Osten des Landes bekämpfen, wurden laut PEC neun Reporter getötet. Vier von ihnen seien Russen gewesen.

Im Vorjahr 2013 waren nach Angaben der Organisation weltweit 129 Journalisten getötet worden, seit Beginn der PEC-Zählung vor neun Jahren waren es insgesamt 1.038. Die gefährlichsten Länder für Journalisten seien seit mehreren Jahren Syrien, Pakistan, Mexiko, der Irak und Somalia sowie Brasilien, Honduras, die Philippinen, Indien und die von Israel besetzten Palästinensergebiete.