Zum zweiten Mal binnen einer Woche hat in Schweden eine Moschee gebrannt. In der Nacht zum Montag brach ein Feuer im Keller eines Mehrfamilienhauses in Eslöv im südschwedischen Schonen aus, der als Moschee genutzt wird. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Zur Brandursache äußerte sie sich zunächst nicht. Regierungschef Stefan Löfven sprach von "hasserfüllter Gewalt".

"Ein Fenster ist zerstört und es brannte in dem Gebäude und außerhalb", sagte Feuerwehrsprecher Gustaf Sandell. Es gebe keine natürliche Ursache dafür, dass Boden und Wand genau unter dem zertrümmerten Fenster brennen sollten. Die Flammen wurden der Polizei zufolge schnell gelöscht. Verletzt wurde niemand.

Bei einem Brandanschlag auf eine schwedische Moschee in Eskilstuna, rund 90 Kilometer westlich von Stockholm, waren am ersten Weihnachtstag fünf Menschen verletzt worden. Augenzeugen hatten berichtetet, dass ein Unbekannter unmittelbar vor dem Ausbruch des Feuers einen Gegenstand durch ein Fenster geworfen hatte. In der Moschee, die sich im Erdgeschoss eines Wohnhauses befindet, hielten sich zu diesem Zeitpunkt fast 70 Menschen auf.

Die beiden Brände fallen mitten in eine hitzig geführte Debatte über die Zuwanderungspolitik des Landes. In Schweden leben besonders viele Flüchtlinge. Rechte Parteien fordern, die Zuwanderung drastisch zu begrenzen. Bei der Parlamentswahl im September war die rechtsextremistische Partei der Schwedendemokraten drittstärkste Kraft geworden.