Bergungskräfte haben auf der Suche nach den Flugschreibern der abgestürzten AirAsia-Maschine in Indonesien erstmals Ping-Signale empfangen. Solche Ultraschalltöne senden die Geräte aus, um das Auffinden im Fall eines Unglücks zu erleichtern. Die Besatzung eines Schiffes habe entsprechende Töne vernommen und Taucher versuchten, die Blackbox zu bergen, sagte der für den Einsatz verantwortliche Indonesier. Ob die Pings von den AirAsia-Flugschreibern stammen, stand zunächst nicht fest.

Die Maschine war am 28. Dezember mit 162 Insassen auf dem Weg von Surabaya auf der Insel Java nach Singapur abgestürzt. Bislang wurden 43 Leichen geborgen. Laut einem Vorabbericht der indonesischen Wetterbehörde zur Unglücksursache soll das schlechte Wetter die Hauptursache des Absturzes gewesen sein.

Rund 180 Kilometer vor der Küste Borneos war am Mittwoch in 30 Metern Tiefe das Heck des Flugzeugs identifiziert worden. Darin befinden sich normalerweise die Flugschreiber. Das Signal sei aber 300 Meter weiter aufgefangen worden, teilte die Armee mit. Am Donnerstag war die Suche nach der Blackbox und nach weiteren Opfern des Absturzes durch schlechtes Wetter behindert worden.

Im März vergangenen Jahres hatte es bei der Suche nach dem Wrack des verschollenen Malaysia Airlines-Flugzeugs im Indischen Ozean mehrfach falschen Alarm durch vermeintliche Ping-Signale gegeben. Dort ist das Meer allerdings Tausende Meter tief. Das Gebiet der Javasee, wo die AirAsia-Maschine abstürzte, ist kaum tiefer als 50 Meter.

Die Flugschreiber zeichnen Gespräche im Cockpit und technische Daten der Maschine auf. Die Ermittler erhoffen sich von der Auswertung Aufschluss über die Unglücksursache.