In der ersten Ausgabe von Charlie Hebdo nach dem Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift werden auch Mohammed-Karikaturen zu sehen sein. Das sagte der Anwalt der Zeitschrift, Richard Malka, dem Radiosender France Info. "Wir werden nicht klein beigeben."

Charlie Hebdo habe ein "Recht auf Blasphemie". Malka ergänzte: "Wir werden uns über uns selbst lustig machen, über die Politik und über die Religionen." Die Redaktion ist nach dem Anschlag auf Räume der linken Tageszeitung Libération ausgewichen. France Info sendete am Vormittag live von dort.

Das neue Heft soll am Mittwoch mit einer Millionenauflage erscheinen. Welche Zeichnungen genau in dieser Ausgabe veröffentlicht werden, werde aber erst in letzter Sekunde entschieden. Redaktionsschluss ist am Montagabend.

"Normales Heft" geplant

Der neue Chefredakteur, Gérard Biard, kündigte auf France Info an, dass man auf keinen Fall eine Trauerausgabe plane, vor allem keine Ausgabe von "Heulsusen". "Das passt nicht zu uns. Unser erster Reflex ist es, zu lachen. Das ist es, was uns aufrecht hält."

Vielmehr plane man ein ganz normales Heft, kündigte der Chefredakteur an. "Wir haben entschieden, diese Woche eine Ausgabe zu machen, wie wir sie jede Woche seit 22 Jahren machen."

Bei dem Anschlag am Mittwoch vergangener Woche auf die Redaktion von Charlie Hebdo waren 12 Menschen getötet worden, unter ihnen der Chefredakteur, Redaktionsmitglieder und Zeichner der Zeitschrift.