Nach dem Anschlag in Paris gibt es im Netz zahlreiche Solidaritätsbekundungen für die Mitarbeiter der Satirezeitung Charlie Hebdo. Unter dem Hashtag #JeSuisCharlie ("Ich bin Charlie") äußerten mehr als 30.000 Menschen (Stand: 16.30 Uhr) auf Twitter ihr Mitgefühl. Darunter waren auch viele französische und internationale Journalisten. Viele änderten ihre Profilbilder in ein schwarzes Banner mit dem weißen Schriftzug "Je suis Charlie".

Ein Journalist schrieb etwa: "Ich bin Journalist, Franzose, Muslim und #IchbinCharlie". 

Oft geteilt wurden auch alte Karikaturen aus Charlie Hebdo – etwa ein Bild aus dem Jahr 2011, das zeigt, wie ein Mann mit einem "Charlie Hebdo"-T-Shirt und ein Muslim mit weißer Gebetsmütze sich umarmen. Die Zeile dazu: "Liebe – stärker als der Hass".

Zahlreiche Twitter-Nutzer warnten davor, den Anschlag für islamfeindliche Propaganda zu missbrauchen. Andere äußerten dagegen, man könne den Islam nicht von dieser Tat trennen.

Viele Nutzer würdigten den Einsatz der Karikaturisten für Presse- und Meinungsfreiheit. "The pen is mightier than the sword", lautete ein häufiger Kommentar (dt: "Der Stift ist stärker als das Schwert"), ein Zitat des britischen Schriftstellers Edward Bulwer-Lytton. 

Viele französische Redaktionen veröffentlichten ebenfalls Solidaritätsbekundungen. So schrieb etwa die Zeitung Le Monde auf ihrer Homepage: "Es ist heute mehr denn je unverzichtbar daran zu erinnern, dass Pressefreiheit nicht verhandelbar ist."

Die aktuelle Entwicklung im Fall des Anschlags auf das Satiremagazin Charlie Hebdo können Sie in unserem Liveblog nachlesen.