Die französische Satire-Zeitung Charlie Hebdo arbeitet mit Provokationen und wurde bereits mehrfach bedroht und angegriffen. So wurden im November 2011 die Büros der Zeitung offenbar deshalb Ziel eines Brandbombenangriffs, weil das Magazin in einer Ausgabe den Propheten Mohammed "eingeladen" hatte, ihr Gastredakteur zu werden. Auf der Titelseite: eine Karikatur des Propheten. 

Auch auf andere islamkritische Medienschaffende wurden mehrfach Anschläge verübt. Der umstrittene niederländische Filmemacher Theo van Gogh etwa wurde im November 2004 nach einem Film über die Unterdrückung der Frauen im Islam in Amsterdam von einem muslimischen Extremisten ermordet. Auf der Leiche hinterließ der Täter einen Brief mit Morddrohungen gegen weitere Niederländer.

Im Jahr 2010 wurden auf den schwedischen Mohammed-Karikaturist Lars Vilks und den dänischen Zeichner Kurt Westergaard Anschläge verübt: Zwei Männer warfen Benzinflaschen durch ein Fenster in das Haus von Vilks. Bereits drei Jahre zuvor war auf den Zeichner im Internet von einem irakischen Al-Kaida-Ableger ein Kopfgeld von 150.000 Dollar ausgesetzt worden. Westergaard, von dem die Mohammed-Karikaturen in Jyllands-Posten stammen, entkam 2010 nur knapp einem Attentat. Bereits 2008 hatten die dänischen Behörden Mordpläne gegen ihn aufgedeckt. Mehrere Verdächtige wurden festgenommen.

Ein Jahr später verurteilte ein Kopenhagener Gericht den Tschetschenen Lors Dukajew für einen versuchten Anschlag auf die Jyllands-Posten zu zwölf Jahren Haft. Der 25-Jährige hatte sich bei der Explosion seines Sprengstoffes in Kopenhagen verletzt. Er wollte eine Briefbombe an die Redaktion der Zeitung schicken.

Im Februar 2013 wurde ein Attentat auf den 70 Jahre alten dänischen Journalisten Lars Hedegaard verübt: Eine Pistolenkugel verfehlte den Kopf des Islamkritikers nur knapp. Er blieb unverletzt und konnte den Täter sogar selbst in die Flucht schlagen.