Von der noch im Bau befindlichen neuen Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND) haben Diebe Wasserhähne geklaut und damit offenbar einen Millionenschaden verursacht. Wie die Berliner Zeitung schrieb, seien in den oberen Stockwerken die Wasserhähne entfernt worden, wodurch sich große Mengen Wasser über die darunterliegenden Etagen ergossen hätten.

Wegen des enormen Schadens ermittele die Polizei nicht nur wegen Sachbeschädigung, sondern wegen der Zerstörung von Bauwerken. Das Wasser lief unter anderem in Kabelschächte und Zwischendecken. Die Polizei schätzt den Schaden auf Millionenhöhe, die genaue Schadensaufnahme dauere noch an.

Nach Information der Berliner Zeitung konnte die Polizei keine Einbruchsspuren feststellen. Es wird vermutet, dass die oder der Täter zu einer beteiligten Firma gehören. Ein Ermittler sagte, er gehe davon aus, dass der Wasserschaden bewusst verursacht worden sei. Da in Berlin schon mehrfach Baustellen aus Protest gegen die Gentrifizierung geflutet wurden, sei ein politisches Motiv denkbar.

Ob sich der Umzug des BND von seinem bisherigen Sitz in Pullach nach Berlin verzögern wird, könne noch nicht gesagt werden, sagte ein Sprecher des BND. Der BND soll im nächsten Jahr einziehen. Die Baustelle wird von einem privaten Sicherheitsdienst bewacht und gilt als besonders gut gesichert.