Das österreichische Innenministerium hat Kfz-Kennzeichen mit dem Kürzel "IS" verboten. Das Ministerium habe einer ratsuchenden lokalen Behörde "empfohlen", ein entsprechendes Wunschkennzeichen nicht auszustellen, da es an den "Islamischer Staat" erinnere, sagte Ministeriumssprecherin Andrea Heigl. 

Zugleich kündigte Heigl die Veröffentlichung einer Liste mit "30 bis 40 Buchstabenkombinationen" an, die wegen ihrer umstrittenen Bedeutung bei personalisierten Autokennzeichen nicht mehr erlaubt sein sollen.

Das gegenwärtige Gesetz schließt in allgemeiner Form alle "lächerlichen oder schockierenden" Buchstabenkombinationen aus, ohne diese jedoch aufzulisten. Betroffen sind wie in Deutschland meist Kombinationen, die von Neonazis verwenden werden, wie etwa NSDAP, AH (für "Adolf Hitler") oder SS sowie deren Zahlen-Synonyme wie 88 ("Heil Hitler", nach dem achten Buchstaben des Alphabets) oder 18 ("Adolf Hitler"). 

Da jedoch ständig neue Symbole auftauchen wie zuletzt "IS", solle nun eine konkrete Liste die Arbeit der Behörden vereinfachen, sagte Heigl. Diese werde dann ständig aktualisiert.