Bei Schüssen in einem Restaurant in der schwedischen Stadt Göteborg sind mehrere Menschen getötet worden. Mehrere Personen seien zudem verletzt worden, teilte die Polizei in der Nacht zum Donnerstag mit. Bei dem Überfall am späten Mittwochabend sei vermutlich eine automatische Waffe verwendet worden, hieß es. Details zu Verdächtigen gab es zunächst nicht. Mehrere Personen würden jedoch befragt, sagte die Sprecherin der Polizei von Göteborg, Ulla Brehm.

Es deute nichts auf eine Terrorattacke hin, sagte die Sprecherin. Die Schüsse hätten in Biskopsgården auf der Insel Hisingen stattgefunden – einem Stadtteil, in dem es in der Vergangenheit immer wieder zu Bandenkriminalität gekommen sei, sagte Brehm. Es sei zwar zu früh, um über ein Motiv zu spekulieren, aber es gebe Hinweise darauf, dass die Tat mit den Gangs in dem Stadtteil zu tun habe. "Es gibt absolut nichts, das auf Terrorismus hindeutet", sagte sie.

Die öffentlich-rechtliche Fernsehanstalt SVT sprach auf ihrer Website von acht Personen, die verletzt worden seien. Ein Augenzeuge berichtete, zwei Männer seien in das Restaurant gestürzt, in dem Gäste ein Fußballspiel ansahen, und hätten mit Kalaschnikows um sich geschossen.

"Ich hatte keine Chance, darüber nachzudenken, was passiert ist", berichtete ein Augenzeuge. "Dann sah ich, dass mein Freund blutete. Ich versuchte, die Blutungen, so weit es mir möglich war, zu stoppen." Nach Polizeiangaben wurden die Schüsse in einem Restaurant namens Vår Krog & Bar (deutsch: Unsere Taverne und Bar) abgegeben. Am 30. Januar wurde ein Mann auf dem Platz vor dem Restaurant angeschossen. Ob die jetzige Tat etwas damit zu tun hat, war zunächst unklar.