Ein Schiff der finnischen Marine vor der Küste von Helsinki © Mikko Stig/AFP/Getty Images

Die finnische Marine hat vermutlich ein U-Boot aus den Gewässern vor der Hauptstadt Helsinki vertrieben. Auf das am Montag und Dienstag geortete Gefährt seien Warngranaten abgeworfen worden, teilte die Marine mit.

Mit dem Einsatz sei dem Zielobjekt zu verstehen gegeben worden, dass es entdeckt worden sei, sagte Kommodore Olavi Jantunen der Zeitung Helsingin Sanomat. Schaden sollten die Granaten nicht anrichten. 

Verteidigungsminister Carl Haglund sagte, bei dem Objekt könne es sich um ein U-Boot gehandelt haben. Es sei wahrscheinlich, dass es die Gewässer wieder verlassen habe. Es komme nur sehr selten vor, dass Finnland solche Warngranaten einsetze. Ob Russland in den Vorfall verwickelt ist, sagte Haglund nicht.

Zuletzt haben die Spannungen zwischen Finnland und Russland zugenommen. Im April hatten die skandinavischen Länder und Finnland erklärt, eine Bedrohung durch Russland mache eine engere Zusammenarbeit in der Verteidigungspolitik nötig. Russland hatte sich daraufhin besorgt über eine mögliche Annäherung von Finnland und Schweden an die Nato gezeigt.