Unbekannte haben im pfälzischen Limburgerhof eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Brand gesteckt. Die Polizei untersucht einen möglichen fremdenfeindlichen Hintergrund, wie das Polizeipräsidium Rheinpfalz und die Staatsanwaltschaft Frankenthal mitteilten. "Auch andere Motivationslagen werden geprüft." Ein Zeuge hatte den Angaben nach zur Tatzeit einen schwarzen Kleinwagen gesehen, der sich mit quietschenden Reifen entfernte.

Bei dem Feuer in der Nacht zum Mittwoch entstand Schätzungen zufolge ein Schaden von etwa 50.000 Euro, verletzt wurde niemand.

Das Gebäude befand sich im Bau. Auf dem Gelände sollten Unterkünfte mit Fertigelementen für insgesamt 16 Asylbewerber entstehen. Nach ersten Ermittlungen zündeten die Täter Rollen aus Bitumen auf einem Dach an, mit denen das Dach abgedichtet werden sollte. "Durch das Feuer wurden in der Folge auch die bereits verlegten Bitumenbahnen des Flachdachs in Mitleidenschaft gezogen", teilten  Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Vor gut einem Monat hatte ein Brandanschlag auf eine geplante Asylunterkunft in Sachsen-Anhalt öffentliche Diskussionen ausgelöst. Bislang unbekannte Täter steckten ein für Flüchtlingswohnungen vorgesehenes Mehrfamilienhaus in Tröglitz an. Zuvor hatte es dort Proteste gegen die Unterbringung von Asylbewerbern gegeben. Auch im fränkischen Vorra hatte es vor Monaten einen Anschlag auf eine im Bau befindliche Unterkunft gegeben.