Der Whistleblower William McNeilly ist am Montagabend am Flughafen in Edinburgh festgenommen worden. "Wir können bestätigen, dass der Gefreite McNeilly vergangene Nacht verhaftet worden ist und sich in Gewahrsam der Marinepolizei befindet", sagte ein Sprecher der britischen Marine. McNeillys Bruder, Aaron, schrieb auf Facebook, dass sein Bruder sicher sei und es ihm gut gehe.

In einem 19-seitigen Bericht hatte McNeilly 30 angebliche Sicherheitsverstöße offengelegt. Darunter eine Kollision zwischen dem Atom-U-Boot HMS Vanguard und einem französischen U-Boot. Das Trident-Atomraketenprogramm der britischen Marine nannte er "eine Katastrophe, die darauf wartet, dass sie passiert".

"Die britische Marine teilt McNeillys unbegründete persönliche Ansichten nicht. Wir nehmen die Sicherheit unserer Streitkräfte sehr ernst und werden daran arbeiten, die Umstände dieser Angelegenheit weiter zu untersuchen", zitiert der Guardian einen Militärsprecher. McNeilly befinde sich auf einer Militärstation in Schottland.

Der BBC hatte der 25-Jährige zuvor gesagt, er verstecke sich nicht. Das Gefängnis sei "eine nette Belohnung dafür, alles aufzugeben, um die Öffentlichkeit und die Regierung zu warnen". McNeilly schrieb in seinem Bericht, er hoffe, von David Cameron begnadigt zu werden, sobald er sich der Polizei stellt. "Ich glaube, dass es im Interesse des Premierministers wäre, mich freizulassen." Jemanden anzuklagen, der das Volk und die Regierung auf schwerwiegende Missstände hinweise, würde das Ansehen der Regierung schwächen.