Rechtsextreme verübten seit 9/11 19 Attentate, Islamisten sieben. © David Ryder/Reuters

Seit dem 11. September 2001 haben regierungsfeindliche und rassistische US-Terroristen mehr Anschläge verübt als extremistische Dschihadisten. Das ist das Ergebnis einer Studie des Forschungszentrums New America. Demnach starben als Folge von islamistisch motivierten Taten 26 Menschen, Rechtsextreme töteten 48 Menschen.

Eines der schlimmsten Attentate ereignete sich vergangene Woche in Charleston. In einer vor allem von Schwarzen besuchten Kirche erschoss der mutmaßliche Attentäter, Dylann Roof, neun Menschen. Seinen Opfern sagte er "ihr vergewaltigt unsere Frauen und nehmt uns unser Land weg". Wenige Tage nach dem Attentat tauchte zudem eine Website auf, auf der Roof ein rechtsextremes Manifest verbreitete.

Insgesamt habe es seit dem 11. September 2001 19 terroristische Angriffe gegeben, die nicht von Islamisten verübt worden. Im selben Zeitraum gab es sieben von Dschihadisten verübte Anschläge. Das Ergebnis der Studie bestätigt eine Umfrage des Triangle Center on Terrorism and Homeland Security. In dieser hatte die Mehrheit der 382 befragten US-Polizisten gesagt, dass einheimische Terroristen gefährlicher als religiöse Fanatiker seien.