Bislang war der saudische Milliardär Prinz al-Walid bin Talal für seinen ausschweifenden Lebensstil bekannt, nun möchte er mit seinem Geld hehre Ziele verfolgen. Der 60-Jährige will nach eigenen Angaben sein gesamtes Vermögen für wohltätige Zwecke spenden. Sollte er seinen Plan umsetzen, wäre er mit 32 Milliarden US-Dollar (29 Milliarden Euro) der größte private Spender weltweit.

Das Geld werde er in den nächsten Jahren seiner Organisation Alwaleed Philantrophies zukommen lassen, sagte der Prinz auf einer Pressekonferenz in der saudischen Hauptstadt Riad. Einen genaueren Zeitrahmen gab er nicht an. Unter anderem sorge die Hilfsorganisation für eine bessere Gesundheitsversorgung, lösche Krankheiten aus, baue Schulen und lindere Armut. Zudem setze sie sich für die Rechte von Frauen ein.

Laut Forbes ist Prinz Walid, ein Enkel des Staatsgründers Ibn Saud, der reichste Mann Saudi-Arabiens. Reich geworden ist er mit Immobiliengeschäften. Walid ist Inhaber der Kingdom Holding, ihm gehören zahlreiche Luxushotels wie das George V in Paris oder das Savoy in London. Mit geschätzten 3,8 Prozent ist er an Twitter beteiligt. Im Nahen Osten gilt der 60-Jährige als einer der einflussreichsten Geschäftsleute.

Superjumbo Airbus A380 für Privatreisen bestellt

Dem Prinzen liegt viel daran, dass die Welt von seinem Reichtum weiß. Forbes berichtete, der Milliardär fliege mit seiner eigenen Boeing 747 zu Geschäftsterminen. Sogar ein Thron soll in die Maschine eingebaut worden sein. Vor ein paar Jahren sorgte Walid zudem für Aufsehen, als er sich für private Reisen den Superjumbo Airbus A380 bestellte. Auf der Forbes-Liste der Superreichen tauchte er vor zwei Jahren nur auf Platz 26 auf – ein Anlass sich zu beschweren. Sein Vermögen sei zu niedrig bewertet worden. Forbes konterte, der Prinz übertreibe seinen Reichtum.

Mit den angekündigten 32 Milliarden US-Dollar Spenden würde der Prinz Microsoft-Gründer Bill Gates übertreffen. Dieser ließ rund 28 Milliarden US-Dollar karitativen Zwecken zukommen. Auf Platz drei der Wohltäter schafft es der US-Investor Warren Buffett mit insgesamt 23 Milliarden Dollar Spenden.