Unbekannte haben im niedersächsischen Salzhemmendorf einen Brandsatz in einen Raum eines ehemaligen Schulgebäudes geworfen, das als Unterkunft für Flüchtlinge dient. Wie die Polizei in Hameln mitteilte, blieben eine dort wohnende Mutter und ihre drei Kinder unverletzt. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen.

Die Hintergründe des Vorfalls sind noch unklar. Die Polizei ermittelt.

In den vergangenen Tagen waren mehrfach Brandanschläge auf Flüchtlingswohnhäuser oder geplante Unterkünfte verübt worden, darunter in Brandenburg, Berlin und Sachsen.

Im sächsischen Ort Heidenau hatte es nach Abschluss einer NPD-Demonstration rassistischen Krawall vor einem Asylbewerber-Wohnquartier gegeben. Wegen des Risikos weiterer Ausschreitungen hat die Behörde für das Wochenende den polizeilichen Notstand verhängt. Dadurch kann ein geplantes Willkommensfest nicht auf öffentlichem Grund stattfinden.

Wo sich in diesem Jahr Straftaten gegen Asylbewerberheime ereignet haben, zeigt das Video.