Bei der Explosion eines Stickstoff-Tanks in einem Chemiepark in Krefeld sind mehrere Menschen verletzt worden. Ein Teil eines Produktionsgebäudes sei eingestürzt, sagten Sprecher der Feuerwehr und des Chemiepark-Betreibers. Einen Brand habe es nicht gegeben. Zur Zahl von verletzten und vermissten Personen gab es zunächst unterschiedliche Angaben.

Während der Betreiber, der US-Kunststoffkonzern Huntsman, zwei Schwerverletzte meldete, sprach die Feuerwehr von fünf Schwerverletzten. Auch bei der Zahl der Vermissten gingen die Angaben auseinander. Laut Betreiber war zeitweise eine Person vermisst, sie sei inzwischen aber geborgen. Ein Feuerwehrsprecher hatte zuvor von fünf Vermissten gesprochen. Beide Sprecher berichteten zudem von acht Leichtverletzten.

Bei der Explosion sei kurzfristig Titandioxid und Stickstoff ausgetreten, teilte Huntsman mit. Titandioxid ist den Angaben zufolge ein weißes Farbpigment, das unter anderem in Zahnpasta enthalten ist. Ein Luftmesswagen habe keine erhöhten Werte festgestellt. Für die Nachbarschaft bestehe daher keine Gefahr, teilte die Feuerwehr mit.